Politik & Regulierung

Eiopa testet Versicherer auf Cyberrisiken

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Die Europäische Versicherungsaufsicht Eiopa testet seit gestern erneut die Versicherungskonzerne. Im Rahmen des vierten Stresstests werden 42 Unternehmen, die fast 78 Prozent des europäischen Marktes abdecken, auf markt- und versicherungspezifische sowie Cyberrisiken getestet.
Der Insurance Stresstest 2018 umfasst insgesamt drei Szenarien mit Fokus auf die . Dazu zählen laut europäischer Versicherungsaufsicht:
  • Renditekurven-Schock in Kombination mit einem Storno- und Proviant-Stress: Ein starker und plötzlicher Anstieg der Zinssätze, ausgelöst sowohl durch eine Verschiebung der risikofreien Zinssätze nach oben als auch durch einen signifikanten Anstieg des Inflationsdrucks. Dieses Szenario wurde in Zusammenarbeit mit dem European Systemic Risk Board (ESRB) entwickelt und operationalisiert.
  • Niedriger Renditenschock kombiniert mit einem Langlebigkeitsstress: eine lang anhaltende Periode extrem niedriger Zinsen. Dieses Szenario wurde in Zusammenarbeit mit dem European Systemic Risk Board (ESRB) entwickelt und operationalisiert.
  • Naturkatastrophen-Szenario: Eine Reihe von Naturkatastrophen (z. B. Stürme, Erdbeben, Überschwemmungen) in Europa.
Daneben will die Eiopa auch das Risiko von Cyber-Risiken und Best Practices im Umgang mit Cyber-Risiken bewerten. Die entsprechenden Informationen sollen durch einen Fragebogen zusammengetragen werden. Die Ergebnisse müssen laut Eiopa bis 16. August 2018 bei den jeweils zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden eingereicht werden. Die Veröffentlichung der Stresstestergebnisse ist für Januar 2019 geplant. Zudem sollen erstmals - auf freiwilliger Basis - auch die Prüfergebnisse einzelner Unternehmen veröffentlicht werden.
"Die Szenarien spiegeln schwerwiegende, aber plausible externe Schocks wider, einschließlich versicherungsspezifischer Schocks. Darüber hinaus wird zum ersten Mal das Risiko von Cyber-Risiken und Best Practices im Umgang mit diesen Risiken bewertet. Dieser Stresstest wird daher weitere wertvolle Einblicke in die Widerstandsfähigkeit des europäischen Versicherungssektors liefern. Die erhöhte Transparenz ist der Schlüssel, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten und die Marktdisziplin unter den Stresstest-Teilnehmergruppen zu stärken", erläutert Eiopa-Chairman Gabriel Bernardino.
Nach Angaben der Bafin werden an dem Stresstest nur die Branchenriesen Allianz, Munich Re, HDI (Talanx), die R+V-Versicherung und die Huk-Coburg an dem Stresstest teilnehmen. Aus Österreich ist nur die Vienna Insurance Group dabei. Ebenfalls auf der Liste befinden sich auch noch neun Versicherungskonzerne aus Großbritannien. Vor zwei Jahren hatten die Eiopa-Aufseher wegen der Niedrigzinsen vor allem die Lage der europäischen Lebensversicherer beleuchtet. (vwh/td)
Bildquelle: Eiopa
Eiopa · Versicherungsaufsicht · Stresstest
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