15.05.2018Politik & Regulierung

Biogasanlageexplosion wird zum unendlichen Prozess

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es will und will kein Ende nehmen. Die Explosion in der Biogasanlage in Daugendorf im Jahr 2007 beschäftigt weiter das LG Ravensburg. Bauern, Versicherer und Betreiber sind in einem Geflecht von Klagen und Gegenklagen gefangen. Jetzt sollte ein Vergleich das Spiel beenden, doch da hat man die Rechnung ohne die renitenten Bauern gemacht.
Im Jahr 2007 explodierte die Biogasanlage, eine Prozesslawine folgte. In deren Verlauf erhielten die 13 geschädigten Landwirt bereits 1,3 Mio. Euro von der Versicherung, was allerdings nicht ausreichte. Die 1. Zivilkammer hat aktuell vorgeschlagen, dass weitere 560.000 Euro gezahlt werden sollen. Wird das Angebot nicht angenommen, würde eine aufwendige Beweisaufnahme mit Gutachtern folgen, erklärt das Landgericht auf Anfrage. Der Prozess würde also noch länger dauern und teurer werden.
Bauern wollen mehr
Sowohl die Versicherer wie auch die Landwirte können den Vorschlag nun fünf Wochen lang prüfen. Es wird erwartet, dass die Bauern den Vorschlag ablehnen werden. Die Summe sei "zu niedrig" und sie würden bei Annahme auch einen Teil der Gerichtskosten begleichen müssen. Da der Prozess seit über zehn Jahren läuft, hat sich da schon einiges angesammelt. Der Fall wird die Gerichte wohl noch eine ganze Weile beschäftigen. (vwh/mv)
Bild: Justitia (Quelle: lupo / www.pixelio.de / PIXELIO)
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