Unternehmen & Management

Anbang-Chef bekommt 18 Jahre wegen Betrug

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es kommt nicht überraschend, aber das Urteil gegen Wu Xiaohui ist hart: Der Ex-Chef des chinesischen Versicherungsunternehmens Anbang ist wegen Betrugs zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Zugleich wurden ihm seine "politischen Rechte" für vier Jahre entzogen und sein Privatvermögen, gerüchteweise 1,3 Mrd. Euro, konfisziert.
Die Richter haben den Betrugsvorwurf gegen den ehemaligen Vorstand als bestätigt angesehen, das Unternehmen bleibt zudem weiter unter staatlicher Aufsicht. Verurteilt wurde Wu Xiaohui wegen Unterschlagung von Firmengeldern in Milliardenhöhe. Er soll die Anleger um mehr als 65 Mrd. Yuan geprellt habe, das entspricht über acht Mrd. Euro. Die Gelder habe er genutzt, um Schulden und persönliche Aufwendungen zu finanzieren, so der Vorwurf. Damit der Betrug nicht auffällt, sind von ihm Mitarbeiter angewiesen worden, die Bilanzen zu manipulieren und Einnahmen des Konzerns zu verschleiern.
Das von ihm getragen und geführte Unternehmen Anbang wurde erst im Jahr 2004 gegründet und wuchs sehr schnell. Genauso schnell wuchs auch die Kritik an der unübersichtlichen Firmen- und Finanzstruktur des Konzerns. Anfang April stützte die chinesische Regierung den Konzern mit 61 Mrd. Yuan. Da die Führung Chinas in letzter Zeit gegen Korruption und stark verschuldete Unternehmen vorgeht, ist es denkbar, dass die Verurteilung auch eine Warnung an andere CEO sein soll. (vwh/mv)
Bild: Gefängnis (Quelle: tokamuwi / www.pixelio.de / PIXELIO)
China · Betrug · Anbang · Wu Xiaohui
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