11.05.2018Unternehmen & Management

Allianz strebt 11,3 Mrd. Euro Gewinn für 2018 an

Von VW-RedaktionVW heute
Bei der Allianz ist mit dem Amtsantritt von Konzernchef Oliver Bäte vor drei Jahren einiges in Bewegung geraten. Nachdem der Versicherer die Sparten Vermögensverwaltung und Lebensversicherung neu ausgerichtet, knüpft sich der Vorstandsvorsitzende nun die Sachsparte vor. "Wir werden 2018 und in den Folgejahren die Sachversicherung ebenfalls zukunftssicher machen", kündigte er am Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung an.
Dabei ließ er durchaus anklingen, dass die angestrebte Neuausrichtung nicht ganz frei von Nebenwirkungen sein wird. So werde der Umbau nicht nur Zeit beanspruchen und "Mühe bereiten". "Es wird nicht immer geräuschlos vonstattengehen", kündigte Bäte an. Bei den Aktionären scheint dies jedenfalls auf positive Resonanz zu stoßen. "Ehre, wem Ehre gebührt, herzlichen Glückwunsch", wird Regine Richter von der Umweltorganisation Urgewalt im Handelsblatt zitiert. "Ich denke, dass das der richtige Weg ist", ergänzte Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SDK).
Zudem verordnete Bäte seinen Konzerntöchtern mehr Einfachheit, um die Profitabilität zu erhöhen sowie der befürchteten Konkurrenz durch große Internet-Plattformen und kleine Start-ups vorzubeugen "Wir arbeiten an vielen Stellen viel zu komplex", schrieb er seinem Unternehmen ins Stammbuch. "Noch sind unsere Produkte und Prozesse zum Teil nicht so einfach und intuitiv, wie sich das viele Kunden wünschen", konstatierte der Allianz-CEO. Zudem sei der Versicherer an vielen Stellen viel zu komplex: "Das macht uns ineffizient".
Dafür sollen die Ländergesellschaften künftig stärker unter die Kandare genommen werden. Das Mittel: Produkte, Systeme und Prozesse sollen stärker harmonisiert werden. Mit anderen Worten: "Die Straußeneier des Wettbewerbs sind Produktivität, Einfachheit und Innovation."
Mit Blick auf den schwachen US-Dollar gibt sich Bäte hingegen noch zurückhaltend: "Wir bleiben vorsichtig, denn die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft sind hoch. Und die Entwicklung des US-Dollar-Euro-Wechselkurses spielt uns gegenwärtig ebenfalls nicht in die Karten". Als Zielmarke gab der Allianz-Chef dennoch einen Jahresgewinn von 11,3 Mrd. Euro aus, auch wenn man in den kommenden Monaten noch mit einigen politischen Unsicherheiten rechne. "Das Ergebnis mag um 500 Millionen Euro ins Plus oder Minus schwanken", prognostiziert Bäte. (vwh/td)
Bild: Oliver Bäte (Quelle: Allianz)
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