Märkte & Vertrieb

Wenn Alexa nach Versicherungstrüffeln schnüffelt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Softwarehaus B-Tix hat seine Versicherungs-Suchmaschine Snoopr von der Leine gelassen. Ab sofort können Makler und Kunden gemeinsam kostenlos nach Versicherungen schnüffeln. Die Suchmaschine nutzt auf der Suche nach Informationen die BiPRO- Schnittstellen der Versicherer und listet nach Relevanz anstatt dem Preis. Welche Rolle  dabei Alexa spielt, hat VWheute getestet.
Die Suchmaschine listet die Produkte nach der Relevanz, der Preis ist nur ein nachgeordnetes Kriterium, wodurch sich Snoopr von Plattformen wie Check24 unterscheidet. Die Relevanz richtet sich danach, wie sehr die Versicherer ihre Produkte auf die Wünsche des Kunden ausrichten – in einem späteren Schritt sollen auch die Bewertungen der Nutzer berücksichtigt werden. Sonderwünsche wie der Einschluss bestimmter Produktmerkmale können über ein Suchfeld adressiert werden, also beispielsweise Schlüsselverlust bei der Haftpflicht. Über die BIPRO-Schnittstelle werden dann die relevantesten Angebote nach Kunden- oder Maklerwunsch gesucht und gelistet. Am ehesten ist Snoopr mit der Suche bei Amazon zu vergleichen, dort werden die Produkte ebenfalls standardmäßig nach Relevanz ausgerichtet.
Bei Snoopr sorgt die Künstliche Intelligenz ava dafür, dass die die Relevanzparameter und damit die Suche fortwährend verbessert wird. Die momentan gut funktionierende Suche dürfte als fortwährend besser werden.
Mit dieser Technik im Hintergrund ermöglicht Snoopr das Suchen nach bestimmten Produktkriterien, sodass auch Produkte berücksichtigt werden, die in normalen Suchmaschinen aufgrund ihrer Komplexität oder Andersartigkeit durchs Raster fallen. Zudem können Bedingungen, Formblätter, Videos und vieles mehr eingebunden werden und von den Nutzern eingesehen werden.

Alexa spielt auch mit

Mit Hilfe der Sprachbox Alexa wendet sich B-Tix direkt an die Kunden. Per Sprachsteuerung übernimmt Alexa die Erstinformation und erklärt, warum beispielsweise eine Haftpflicht benötigt wird, was abgedeckt wird und welche Optionen der Kunde hat. Alexa war bei der Vorführung eine interessante Mischung aus Alleswisser und beleidigter Leberwurst, ist man dem Sprachsystem gegenüber unwirsch, kontert es erstaunlich eloquent. Bleibt man freundlich, hat es auf (fast) alle Versicherungsfragen eine Antwort.
Für Makler ist die Nutzung doppelt interessant, denn neben der kostenlosen Produktsuche nach Kriterien können dem Makler auch Kunden zugeführt werden. Nutzt ein Endverbraucher Snoopr und interessiert sich für ein Produkt, kann er es seinem Versicherungsfachmann senden oder er bekommt eine Liste von Maklern erstellt, die er kontaktieren kann. Findet eine Zusammenführung statt, erhält B-Tix eine Vermittlungsgebühr. Der direkte Abschluss zwischen Kunde und Unternehmen ist nicht vorgesehen.
Neben den Verbrauchern und Maklern wurde aber auch an die Versicherer gedacht. Diese können mit Snoopr White-Label-Lösungen unter eigenem Namen in die Suche einsetzen. Momentan sind auf Snoopr die Privat- und Tierhalterhaftpflicht, Auslandsreise-, Risiko- und Sterbegeldversicherungen eingefügt. Makler können sich noch kostenlos registrieren lassen, wie B-Tix Geschäftsführer Markus Heussen erklärt. (vwh/mv)
Bild: Schnauze schnüffelt (Quelle: Jerzy Sawluk / www.pixelio.de / PIXELIO)
b-tix · Markus Heussen · Alexa · Snoopr
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