Köpfe & Positionen

Thallinger: "Völlig neue Orientierung" bei den Klimazielen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz will künftig grüner werden. Dafür steigt der Konzern bis 2040 komplett aus dem Kohlegeschäft aus - VWheute berichtete. Das Ziel: "Eine völlig neue Orientierung des Konzerns in Richtung des Zwei-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens", begründet Allianz-Vorstand Günther Thallinger die Entscheidung. Dennoch reiche es "als Versicherer nicht, nur Kohle auszuschließen."
"Unser Ziel muss sein, dass sich die gesamte Wirtschaft in Richtung der Pariser Klimaziele bewegt", betont Thallinger im Interview mit dem Handelsblatt. Für den Konzern bedeute dies, "dass wir unser gesamtes Scoring umstellen müssen, um die Veränderungen überall genau zu verfolgen". Gleichzeitig setze man nicht auf einen "Knalleffekt, sondern eine langfristige Veränderung", ergänzt Thallinger.
Und verrät dabei, dass auch knallharte finanzielle Interessen hinter dem Kohleausstieg stehen. "Wir haben in diesem Bereich derzeit ein Prämienvolumen von rund 50 Mio. Euro. Das würde wegfallen. Andererseits erzielen wir heute schon weitaus höhere Prämien durch das Versichern von erneuerbaren Energien. Dieser Bereich wird in den kommenden Jahren sehr stark wachsen", konstatiert der österreichische Mathematiker.
Dabei hat der Kohleausstieg auch Auswirkungen auf die Investmentstrategie der Allianz. "Wir haben bereits im Jahr 2015 entschieden, nicht mehr in Unternehmen zu investieren, die bei der Energiegewinnung einen Kohleanteil von mehr als 30 Prozent aufweisen. Diesen Anteil werden wir künftig alle fünf Jahre um fünf Prozent reduzieren, sodass wir spätesten im Jahr 2040 bei null angelangt sind", erläuterte der Konzern. (vwh/td)
Bild: Günther Thallinger (Quelle: Allianz)
Allianz · Günther Thallinger
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