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Roland: Frauen fahren besser Auto

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Unfälle im Straßenverkehr sind bekanntlich an der Tagesordnung und landen nicht selten vor Gericht. So war in den letzten fünf Jahren fast jeder vierte Deutsche (23 Prozent) mindestens einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt. Dabei werden Männer (27 Prozent) häufiger in einen Verkehrsunfall verwickelt als Frauen (20 Prozent). Zum diesem Ergebnis kommt eine Yougov-Umfrage im Auftrag der Roland Rechtsschutz unter rund 2.000 Befragten.
Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Jüngere Menschen sind nach wie vor häufiger in einen Unfall verwickelt als ältere Fahrer: Bei den unter 35-Jährigen gab rund ein Drittel (30 Prozent, 2016: 34 Prozent) an, in den letzten fünf Jahren mindestens einen Unfall im Straßenverkehr gehabt zu haben. Bei den über 35-Jährigen war es nur gut jeder Fünfte (21 Prozent, 2016: 24 Prozent).
Aber: Auch wenn sich bei Frauen ein geringeres Unfallrisiko als bei den Männern der Schöpfung, begehen diese doch "kleine Sünden" im Straßenverkehr, weil diese es laut Umfrage mit den Verkehrsregeln wohl nicht ganz so genau nehmen. Demnach waren die mit Abstand häufigsten Verkehrssünden im Jahr 2017 die Geschwindigkeitsüberschreitung (32 Prozent) sowie ein "Knöllchen" wegen Falschparken (18 Prozent). Dabei werden Männer häufiger zur Kasse gebeten als Frauen: Sowohl bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen (39 Prozent vs. 25 Prozent) als auch beim Falschparken (20 Prozent vs. 17 Prozent) führen die Männer das Ranking an.
Bei Verstößen gegen das Tempolimit registrierte die Roland zudem deutliche regionale Unterschiede. So ließen sich 38 Prozent der Fahrer aus Baden-Württemberg bei einer Spritztour unfreiwillig ablichten und bekamen dementsprechende Post nach Hause.
Auch in Rheinland-Pfalz (36 Prozent) und Sachsen (36 Prozent) blitzt es laut Roland besonders häufig. Die bisherigen Spitzenreiter aus Hessen lassen es allerdings wohl etwas ruhiger angehen: Lediglich 34 Prozent der Verkehrsteilnehmer wurden wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt. Vor zwei Jahren waren es noch 41 Prozent.
13 Prozent der Befragten sind zudem nach einem Verkehrsunfall vor Gericht gelandet. Bei knapp der Hälfte aller Streitigkeiten (45 Prozent) ging es im aktuellsten Fall um die Schuldfrage (2016: 52 Prozent). Weitere Streitpunkte waren die Höhe des Schadens (2018: 28 Prozent, 2016: 27 Prozent) und sowie der Streit um das Schmerzensgeld (2018: 16 Prozent, 2016: 20 Prozent). (vwh/td)
Bildquelle: Fotolia
Grafikquelle: Roland Rechtsschutz
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