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Kohleausstieg: Allianz bekennt sich zu Umweltzielen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es geht doch: Die Allianz ist aus dem Geschäft mit Kohle ausgestiegen. Im Februar titelte VWheute noch "Allianz versichert weiter Kohlekraftwerke", nachdem bekannt wurde, dass der Versicherer trotz Umweltbekenntnis die Klimaschädlinge weiter versichert. Scheinbar hat bei den Münchenern ein Umdenkprozess stattgefunden. Die Allianz nennt die Gründe.
Bis zum Jahr 2040 will die Allianz komplett aus dem Kohlegeschäft aussteigen. Der Sofortausstieg aus der Versicherung von einzelnen Kohlekraftwerken und das Auslaufen lassen von Investments wird das Unternehmen nach eigenen Angaben einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag kosten – nicht wie in vielen Medien geschrieben einen "hohen zweistelligen Millionenbetrag".
Die Allianz erläutert auf Nachfrage: "Der Verzicht auf die Einzelversicherung wird in etwa mit 50 Mio. Euro zu Buche schlagen, alleine im Bereich Erneuerbare Energien haben wir Ende 2017 bereits das Zweieinhalbfache erwirtschaftet. Diesen strategischen Wachstumsmarkt wollen wir perspektivisch noch stärker besetzen." Der Kohleausstieg hat auch auf der Investmentseite Auswirkungen, wie die Allianz erklärt: "Wir haben bereits im Jahr 2015 entschieden, nicht mehr in Unternehmen zu investieren, die bei der Energiegewinnung einen Kohleanteil von mehr als 30 Prozent aufweisen. Diesen Anteil werden wir künftig alle fünf Jahre um fünf Prozent reduzieren, sodass wir spätesten im Jahr 2040 bei null angelangt sind.
Die Einschränkungen werden zunächst nicht für die Vermögensverwalter Pimco und Allianz Global Investors gelten, die allerdings ebenfalls einen Ausstieg mehr als nur in Erwägung ziehen, wie aus Insiderkreisen zu vernehmen ist. Alles in Allem ein klares Bekenntnis pro Umwelt von der Allianz. (vwh/mv)
Bild: intakte Umwelt (Quelle: roja48 / www.pixelio.de / PIXELIO)
Allianz · Umwelt · Kohle
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