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Generali: Vom Übernahmekandidat zum erfolgshungrigen Löwen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die italienische Generali-Gruppe hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Um Kosten einzusparen, wurden international einige Bestände abgestoßen und in Deutschland ein neuer Markenauftritt geschaffen. Die Anstrengungen werden belohnt: Obwohl die Stürme über Deutschland und Frankreich im ersten Quartal für hohe Schadensforderungen sorgten, stieg das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um knapp fünf Prozent auf 1,25 Mrd. Euro.
Die Generali scheint der Turnaround zu gelingen, obwohl der Löwe aus Triest, wie der 1831 gegründete Versicherungskonzern nach seinem Logo genannt wird, vor einem Jahr noch als Übernahmekandidat galt.
Der vor einem Monat präsentierte Geschäftsbericht für das Jahr 2017 konnte man unter der Überschrift "Trotz Naturkatastrophen mehr Geld verdient" zusammenfassen. Ein ähnlichen Tenor hört man aus der Zentrale in Triest für die ersten drei Monate des Jahres 2018. Keinen Kommentar gab es hingegen zu den möglichen Verkaufsplänen der Generali Leben in Deutschland an eine Abwicklungsplattform.
Unter dem Strich verdienten die Italiener im ersten Quartal 581 Mio. Euro und damit fast neun Prozent mehr als vor einem Jahr. Sie profitierten dabei auch von niedrigeren Abschreibungen. Die konzernweiten Prämieneinnahmen stiegen um 2,5 Prozent auf 18,6 Mrd. Euro. Trotz der gestiegenen Schäden durch Naturkatastrophen blieb davon im Schaden- und Unfallgeschäft mehr als Gewinn übrig: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 91,4 Prozent und lag damit noch deutlicher unter der kritischen 100-Prozent-Marke als ein Jahr zuvor.
Das gute Ergebnis basiere insbesondere auf dem guten Geschäft der Sparte Schaden- und Unfall. Trotz zunehmender Schäden aus Elementarereignissen konnte der Gewinn hier um 14,1 Prozent gesteigert werden. Im Lebensversicherungsgeschäft stagnierte das operative Ergebnis hingegen auch wegen der anhaltenden Niedrigzinsen. (vwh/dg)
Bild: CEO Philippe Donnet (Quelle: Giuliano Koren / Generali)
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