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Autonome Fahrzeugdaten: Teilen ist seliger denn anhäufen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Es sind noch keine Massen, aber mittlerweile werden die autonom fahrenden Fahrzeuge auf den Straßen zahlreicher. Doch wie werden die Autos versichert und welche Daten braucht man dafür? Das britische Start-up Oxbotica weiß Rat und will gesammelte Daten mit Versicherern und Behörden teilen, um so mehr autonome Fahrzeuge auf die Straßen zu bringen.
Nach wie vor ist die Haftung bei autonom fahrenden Autos ein Problem, auch wenn es immer mehr werden. Aktuell wurde in Karlsruhe das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg in Betrieb genommen, doch die Absicherung ist immer ein Problem.
Mehr Daten würden zumindest die Kalkulation vereinfachen. Daher hat Oxbotica, ein Spinoff der University of Oxford, drei autonome Autos auf die Straße zum Daten sammeln geschickt. Ausgerüstet sind die Autos mit Stereokameras, Lidarsensoren und der Fahrsoftware Silenium des Unternehmens, was täglich zu mehreren Terabytes Daten führt. Die Fahrzeuge kommunizieren untereinander und senden die Daten auch an mehrere Organisationen, unter anderem an den Versicherer XL Catlin, der an dem Projekt beteiligt ist.
Es wären noch mehr Daten, doch Oxbotica gibt nur Daten weite,  etwa wie viele geografischen Merkmale das Auto erkennt und die Anzahl der Hindernisse, die hilfreich sind. Aus den Daten lassen sich in einem weiteren Schritt Risikowerte ermitteln, die den Programmierern und letztendlich dem Auto selbst langfristig bei der Gefahrenerkennung hilft.
Es wäre laut Technology Review sogar prinzipiell möglich, das ein Versicherer in das Fahrgeschehen eingreift. Oxbotica ist der Ansicht, dass eine enge Beziehung mit Versicherern für mehr autonome Autos sorgen könnte. (vwh/mv)
Bild: autonom fahrendes Auto (Quelle: mv)
Autonomes Fahren · autonomes Fahrzeug · Oxbotica
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