Köpfe & Positionen

Versicherer benötigen digitale Umdenk-Manöver

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Digitalisierung verändert bekanntlich auch die Versicherungsbranche – langsam, aber sicher. Da sich die Gesellschaft immer stärker auf digitale Technologien verlässt, werden Branchengrenzen neu gezogen. Versicherer müssen ihre Geschäftsmodelle kritisch hinterfragen, um die Chancen zu nutzen, glaubt Johannes-Tobias Lorenz, Senior Partner bei McKinsey.
Nach einer aktuellen McKinsey-Studie werden bis 2025 zwölf große Ökosysteme entstehen, die fundamentale Bedürfnisse von Kunden und Unternehmen ansprechen. Diese werden im Jahr 2025 einen Umsatz von 60 Billionen US-Dollar – etwa 30 Prozent des weltweiten Umsatzes – generieren. Für Versicherer sind fünf dieser Ökosysteme besonders interessant: Mobilität, Wohnen, Gesundheit, Vermögensverwaltung für Privatkunden und Austausch von Dienstleistungen für Firmenkunden. Die Frage ist nun: Wie können Versicherer die neuen Ökosysteme für sich nutzen?
Versicherer können ihre Produkte als Teilnehmer in Ökosystemen anbieten und damit neue Vertriebskanäle erschließen. Häufig wird dies auch Produktinnovationen bedingen: Im besonders stark wachsenden Mobility-Ökosystem haben Versicherer mit Telematiktarifen bereits erhebliche Fortschritte erzielt und neue Kunden gewonnen – mit Angeboten, die sich an den Kundenbedürfnissen orientieren. Darüber hinaus können Versicherer eigene Sub-Ökosysteme aufbauen, in denen sie die Kundenschnittstelle direkt abdecken und Nutzen über die gesamte Wertschöpfungskette von Produktentwicklung bis Schadenabwicklung schaffen.
Der Wechsel von der Industrie- zur Ökosystemdenkweise ist eine große Veränderung. Als traditionelle Risikoaggregatoren haben viele Versicherer bislang nur eine passive Beziehung zum Kunden mit Kontaktpunkten beim Abschluss der Police und im Schadensfall. Um in Ökosystemen erfolgreich zu agieren, müssen sie jedoch die Bedürfnisse ihrer Kunden verstehen und mit Hilfe konkreter Serviceideen ihr Ökosystem-Zielbild definieren. Ihre traditionellen Stärken bilden dabei die Grundlage für den Erfolg ihrer Ökosystemstrategie.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.
Bild: Johannes-Tobias Lorenz (Quelle: McKinsey)
Digitalisierung · McKinsey · Johannes-Tobias Lorenz
Auch interessant
Zurück
27.03.2019VWheute
Johannes Kümpel wech­selt zum Finan­cial Lines-Team der AGCS in Deutsch­land Johannes Kümpel übernimmt zum 1. April 2019 die Funktion als Senior …
Johannes Kümpel wech­selt zum Finan­cial Lines-Team der AGCS in Deutsch­land
Johannes Kümpel übernimmt zum 1. April 2019 die Funktion als Senior Underwriter im Financial Lines Team der Region Central & Eastern Europe. Der 32-jährige studierte Betriebswirt blickt auf rund…
02.11.2018VWheute
McKinsey-Experte vermisst Expe­ri­men­tier­freude bei Versi­che­rern Versicherer können viel von Insurtechs lernen, sagt Johannes-Tobias Lorenz. Zum …
McKinsey-Experte vermisst Expe­ri­men­tier­freude bei Versi­che­rern
Versicherer können viel von Insurtechs lernen, sagt Johannes-Tobias Lorenz. Zum Beispiel die klarere Ausrichtung auf den Kunden, den Willen sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und eine breitere Perspektive …
11.10.2018VWheute
Rat von McKinsey zu Digi­ta­li­sie­rung: "Setzen sie auf Leads" Assekuranz quo vadis? Diese Frage wird, angesichts des digitalen Tsunamis dem sich die…
Rat von McKinsey zu Digi­ta­li­sie­rung: "Setzen sie auf Leads"
Assekuranz quo vadis? Diese Frage wird, angesichts des digitalen Tsunamis dem sich die Versicherungswirtschaft gegenüber sieht, immer dringlicher gestellt. Antworten darauf sucht die Branche auf dem hochkarätig …
13.07.2018VWheute
Rath: "Digi­tale Trans­for­ma­tion in zwei Geschwin­dig­keiten" Die digitale Transformation hat auch in den heiligen Hallen der Signal Iduna Einzug …
Rath: "Digi­tale Trans­for­ma­tion in zwei Geschwin­dig­keiten"
Die digitale Transformation hat auch in den heiligen Hallen der Signal Iduna Einzug gehalten. Ob "Sijox", "ZUP" oder "VISION2023" - der Versicherer setzt dabei auf ein Modell der zwei Geschwindigkeiten: Das …
Weiter