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Unwetter verursachen Schäden in der Landwirtschaft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Landwirtschaft hatte Ende April bereits unter den ersten Unwettern des Jahres zu leiden. Nach Angaben der Vereinigten Hagel hatte eine Unwetterfront in der letzten Aprilwoche auf einer Fläche von über 6.500 Hektar einen Schaden von rund 17 Mio. Euro verursacht. Besonders betroffen war Unternehmensangaben zufolge die Region in Nordhessen.
Dabei zog die Unwettefront aus dem Raum Battenberg/Lichtenfels über Waldeck bis nach Hofgeismar und hinterließ deutliche Schäden, teilte die Vereingte Hagel mit. Dabei wurden im Raps und Getreide, als auch in Zuckerrüben, wurden bereits große Abschläge von Blättern, Stängeln und Halmen bis hin zu Totalverlust festgestellt, so der der Landwirtschaftsversicherer. Davon betroffen waren rund 100 Betriebe mit einer geschädigten Fläche von mehr als 2.000 Hektar.
Weiterhin registrierte der Landwirtschaftsversicherer unwetterbedingte Schäden entlang der deutsch-niederländischen Grenze nördlich von Aachen bis Nettetal. Die geschädigte Fläche beträgt hier rund 1.500 Hektar. Auch die deutsch-luxemburgische Grenze wurde an den besagten Tagen von Unwettern heimgesucht. Von Trier über Welschbillig bis nach Bitburg wurden 1.000 Hektar gemeldet. Nach Angaben des Landwirtschaftsversicherers belaufen sich die Schäden bundesweit auf rund 17 Mio. Euro auf einer geschädigten Fläche von mehr 6.500 Hektar. Neben den klassischen Ackerbaukulturen waren auch Wein, Beerenobst und Gemüse von den Unwettern betroffen.
Ebenfalls von den Unwettern betroffen war auch die Wiesbadener Gartenbauversicherung. Dabei registrierte der Spezialversicherer bis zum vergangenen Montagvormittag rund 70 Schadenmeldungen. Besonders betroffen waren neben Gärtnereien mit Unterglasproduktion überwiegend Freilandbetriebe. Ersten Einschätzungen zufolge summieren sich die Schäden auf insgesamt rund drei Mio. Euro.
Besonders betroffen von den Glasschäden waren dabei der südliche Niederrhein zwischen Brüggen und Nettetal. Im Freiland waren laut Gartenbau-Versicherung vor allem die Stauden- und Acerca-Betriebe südlich von Straelen betroffen.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der vergangene Monat der bislang wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Demnach lag die Durchschnittstemperatur bundesweit bei 12,4 Grad – etwa fünf Grad über dem Aprilwert der internationalen Referenzperiode von 1961-1990. Auch gegenüber der späteren Vergleichsperiode von 1981-2010 war der April 2018 um rund vier Grad zu warm. (vwh/td)
Link: Welche Regeln braucht es für ein "prima Klima"? (Tagesreport vom 02.05.2018)
Bild: Rapsschäden in Nordhessen (Quelle: Vereinigte Hagel)
Grafikquelle: Statista
Unwetter · Gartenbau-Versicherung · Vereinigte Hagel
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