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Allianz schließt Kauf von Euler Hermes ab

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Allianz schließt den Kauf von Euler Hermes nun ab. Wie der Münchener Versicherer am Mittwoch mitteilte, werden die restlichen Aktien, die sich nach dem 1,85 Mrd. Euro schweren Übernahmeangebot noch im Streubesitz befinden, am kommenden Freitag zwangsweise an das Unternehmen übertragen werden. Damit verschwindet der Kreditversicherer auch aus dem Börsenhandel.
Unternehmensangaben zufolge hatte die Allianz ihren Anteil mit dem Angebot über 122 Euro je Aktie von 63 auf 94,9 Prozent aufgestockt. Mit der vollständigen Übernahme will der Konzern mutmaßlich den Gewinn in diesem Jahr noch weiter nach oben schrauben.
Euler Hermes deckt derzeit rund ein Drittel des weltweiten Warenkreditversicherungs-Marktes ab, mit dem der internationale Handel abgesichert wird. Zudem wickelt der Kreditversicherer auch die staatlichen "Hermes"-Exportbürgschaften für die Bundesregierung ab. Allein 2017 generierte Euler Hermes Beitragseinnahmen in Höhe von 2,57 Mrd. Euro. Der Nettogewinn stieg gleichzeitig um zehn Prozent auf 315 Mio. Euro.
Bislang hatte die Allianz einen Anteil von 63 Prozent an Euler Hermes gehalten. Die Übernahme des Kreditversicherers wäre zudem wohl die bislang größte Übernahme unter der Ägide von Allianz-Chef Oliver Bäte. Der Kreditversicherer wurde am 7. Oktober 1917 in Berlin als "Hermes Kreditversicherungsbank AG" gegründet und ist seitdem zu einem der weltgrößten Kreditversicherer sowie zum Marktführer in Deutschland aufgestiegen. (vwh/td)
Bildquelle: Euler Hermes
Allianz · Euler Hermes · Kreditversicherer
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