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Was kostet ein Cyberhack?

Von Alexander KasparTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Eine Million Spam-Mails kosten auf dem Schwarzmarkt rund 100 US Dollar. Ein kompletter Kreditkartendatensatz schlägt mit 20 Dollar, 1.000 Follower in den sozialen Netzwerken mit zwölf Dollar zu Buche. Die Zahlen belegen, die Eintrittsbarrieren für Cyberattacken sind relativ gering, sie belegen aber auch den geringen Wert gescannter Reisepässe oder der angebotenen E-Mail-Adressen, wenn 1.000 Adressen schon für zehn US Dollar zu haben sind.
Für Panik beim Thema Cybercrime besteht also kein Grund, zumal die Versicherungswirtschaft derzeit neue Produkte zur Absicherung und Prävention entsprechender Risiken entwickelt. Nun hat auch der Spezialversicherer Hiscox ein Update seiner Produktlinie in Sachen Cyber vorgestellt.
Dabei ist der ein oder andere Mitbewerber gerade erst dabei, eigene Deckungskonzepte zum Schutz vor Hackern zu entwickeln. Das verleiht dem Marktsegment eine starke Dynamik und Experten rechnen mit weiteren Angeboten. Allerdings werden derzeit auch Digitalrisiken gezeichnet, die noch gar nicht vollständig absehbar sind, Hauptsache man ist am Markt präsent, Bereinigungen sind also für die Zukunft zu erwarten.
Nun hat Hiscox seine "Net-IT" überarbeitete, eine speziell auf IT-Selbständige und IT-Unternehmen zugeschnittene IT-Versicherung. Dabei bildet die Berufshaftpflichtversicherung als Basisschutz die Grundlage der modulartig konzipierten Police. Erweitern lässt sich die Net-IT um die Betriebshaftpflichtversicherung und das Modul Sachinhalt und Elektronik, sowie um das Modul Cyber- und Datenrisiken.
Als zusätzliche Leistung enthält letzteres die Soforthilfe im Notfall, ein Cyber-Training und einen Krisenmanagementplan zur Erhöhung der Cyber-Widerstandsfähigkeit. Die Preise richten sich nach dem Jahresumsatz des Unternehmens bzw. nach der gewünschten Versicherungssumme. Start-ups werden Nachlässe gewährt. Vor dem Hintergrund, dass der Hack eines Unternehmens meist erst sechs Monate nach der ersten Penetration bekannt wird, hat Hiscox seine Police mit einer entsprechenden Rückwärts-Gültigkeit ausgestattet.
Abgerundet wird das Angebot der Net IT mit der Möglichkeit einer Teilnahme am Hiscox Präventionsprogramm, bei dem Experten, Juristen und Datenschutzfachleute im Rahmen der Hiscox Business Academy in die jeweiligen Fachgebiete einführen, den status quo erläutern und Entwicklungen kommentieren. Gemäß dem Motto: Prävention ist billiger als Regulierung kommt dabei auch dem Versicherungsnehmer eine tragende Rolle zu. Welchen Ansatz Hiscox mit der Neugestaltung seines Cyber-Portfolios verfolgt und welche Rolle diesem Marktsegment insgesamt zukommt erläutern Ole Sieverding, Underwriting Manager Cyber, und Tobias Wenhart, Director Underwriting, im Video-Interview mit VWheuteTV:
(vwh/ak)
Spezialversicherer · Hiscox · Cyberhack
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