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Munich Re und Fraugster knüpfen sich Online-Betrüger vor

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Auch der Cyberkriminelle will am steigenden Online-Handel partizipieren. Genau das möchte das deutsch-israelische Start-Up Fraugster verhindern. Das Unternehmen hat einen Algorithmus entwickelt, der schnell bewertet, ob E-Commerce-Transaktionen betrügerisch sind. Als Partner der Jungunternehmer fungiert die Munich Re in ungewohnter und gewohnter Rolle.
Als Rückversicherer besitzt die Munich Re eine große Erfahrung in der Bewertung von Gefahren, aber auch in der Einschätzung von Abwehrmaßnahmen. Dieses Wissen hat sie genutzt und den Algorithmus von Fraugster getestet. Die angewandte statistische Theorie, die Qualität der Zahlungsüberprüfung und die IT-Infrastruktur sind passend und zuverlässig, urteilten die Münchener.
Das Produkt überzeugt also und daher versichern die Münchener das Start-up, wenn es aufgrund einer Fehleinschätzung zu einem Schaden kommt. Für Fraugster ist das wichtig, weil das Start-Up seinen Kunden neben der Überprüfung von elektronischen Zahlungen auch die Übernahme entstandener Kosten bei Zahlungsausfällen bietet, die durch Nicht-Erkennung einer betrügerischen Transaktion entstehen.
Der Markt ist gigantisch
Der weltweite Online-Handel besitzt ein Volumen von etwa zwei Billionen Euro und wächst um etwa ein Viertel pro Jahr. Dabei werden häufig Kreditkarten missbräuchlich eingesetzt. Online-Händler erleiden dadurch Schäden von weltweit etwa 25 Mrd. Euro im Jahr, im Durchschnitt sind das eineinhalb Prozent des Jahresumsatzes. Auch in Deutschland sind Betrügereien keine Seltenheit und nehmen stetig zu.
Die Künstliche Intelligenz von Fraugster soll den Händlern helfen, Transaktionen erfolgreicher und schneller zu überprüfen, was zu sinkenden Kosten führt. Max Laemmle, Gründer & CEO von Fraugster, erklärt: "Bei mehreren Millionen eingehender Transaktionen pro Tag in das System von Fraugster, erzeugt die verwendete KI-Technologie eine große Sicherheit des angebotenen Produkts. Die Zusammenarbeit mit Munich Re wird den flächendeckenden Marktzugang unseres neuen KI-basierten Produkts auf dem E-Commerce Markt wesentlich unterstützen."
Doris Höpke, Vorstand für Special and Financial Risks: "Es gibt im stetig aufstrebenden Online-Handel einen großen Bedarf nach mehr Sicherheit. Mit innovativer Risikobewertung und individueller Versicherungslösung schaffen Fraugster und Munich Re's Special Enterprise Risk Team im Zusammenspiel diese Sicherheit. Durch unsere gemeinsame Lösung erzielen wir volkswirtschaftlichen Mehrwert, denn die Kosten für die Händler sinken und die Umsätze sowie die Effizienz steigen." (vwh/mv)
Bild: Markus-Vogelbacher / www.pixelio.de / PIXELIO
Munich Re · Cyberkriminalität · Fraugster
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