Politik & Regulierung

DIA fordert flexible Beitragsgarantie für Riester-Renten

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Jüngsten Untersuchungen des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) zufolge bringt die Riester-Rente kaum mehr vernünftige Rendite. So lag diese in zwei Dritteln der untersuchten Fälle bei null bis zwei Prozent pro Jahr. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) fordert nun eine flexiblere Bruttobeitragsgarantie.
Laut einer aktuellen Studie des DIA verfügen die Anbieter entsprechender Tarife nur noch über begrenzte Möglichkeiten, die Chancen fondsgebundener Riester-Renten durch weitere Veränderungen an den Produkten zu verbessern. Zudem hätten einige Anbieter einschließlich der Vertriebe und Kapitalverwaltungsgesellschaften bereits die einkalkulierten Produktkosten gesenkt haben. Dennoch sei der Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit der Zulagenförderung der Riester-Produkte unverändert hoch ist.
Ein weiteres Problem sehen die DIA-Experten in den weiterhin niedrigen Zinsen. Diese hätten zur Folge, dass Hybridmodelle mit ihren verschiedenen Anlagetöpfen in den ersten Vertragsjahren kaum noch Guthabenanteile in den Topf mit den chancenreichen Kapitalanlagen investieren können, heißt es beim DIA weiter.
Die Lösung sieht das DIA vielmehr in einem Verzicht auf Garantien, womit die Renditechancen deutlich erhöht werden könnten. Auf der Basis eines Simulationsverfahren mit 10.000 Kapitalmarktszenarien haben die Studienautoren nach eigenen Angaben die Chance- und Risikokennzahlen für generische Riester-Produkte berechnet.
Dabei habe für eine 30-jährige Anspardauer ein Tarif mit Garantie bei den Berechnungen nach den Standards der Produktinformationsstelle Altersvorsorge im derzeitigen Marktumfeld oftmals nur Ablaufleistungen erbracht, die knapp oberhalb der Garantiesumme lagen. Garantiefreie Tarife hätten dagegen im Mittel ein um bis zu 64 Prozent höheres Kapital erzielt, konstatieren die DIA-Experten weiter.
Ähnlich sehen es auch die Experten des IVFP: "Natürlich ist das Risiko dann größer, am Ende könnte auch ein Betrag herauskommen, der unter der eingezahlten Summe liegt", betont Geschäftsführer Michael Hauer. "Natürlich ist das Risiko dann größer, am Ende könnte auch ein Betrag herauskommen, der unter der eingezahlten Summe liegt. Das bedeutet nicht, dass es keine Garantien mehr geben kann, sondern jeder sollte wählen können, ob er eine Beitragsgarantie möchte oder nicht", ergänzt Hauer. (vwh/td)
Bildquelle: Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO (www.pixelio.de)
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