Köpfe & Positionen

"Höhere Mütterrente aus Steuermitteln finanzieren"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Geht es nach den Plänen der Bundesregierung, soll die Mütterrente zum 1. Januar 2019 weiter ausgebaut werden. "Wir gehen davon aus, dass dieses Vorhaben im nächsten Jahr rund 3,7 Mrd. Euro kosten wird", betont Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Ihre Forderung: Eine Finanzierung aus Steuermitteln.
"Wir haben die klare Haltung in der Rentenversicherung: Gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie die höhere Mütterrente müssen aus Steuern finanziert werden, nicht aus Beitragsmitteln, um alle Bürger entsprechend ihrer steuerlichen Leistungsfähigkeit an den Kosten zu beteiligen", fordert die DRV-Präsidentin gegenüber der Rheinischen Post. Daher gehe man "also davon aus, dass die künftig höhere Mütterrente aus Steuermitteln gezahlt wird."
Zudem betont Roßbach, man solle sich bei der Bewertung der Leistungsfähigkeit der Rente "nicht auf das Rentenniveau fixieren". "Viele Bürger glauben, das Rentenniveau beziehe sich auf ihr eigenes Einkommen im Alter. Dabei ist das Rentenniveau nur eine technische Größe", erläutert Roßbach.
Zudem hält sie einen moderaten Anstieg des Beitragssatzes "auf der Basis bisherigen rechtlichen Grundlagen realistisch. Unsere Vorausberechnungen beruhen darauf, dass der Beitragssatz erst ab 2023 vor allem demografiebedingt zunächst auf 18,7 Prozent steigen wird. Die Rentenpläne der Koalition sind in diesen Berechnungen aber noch nicht enthalten". (vwh/td)
Bild: Gundula Roßbach (Quelle: DRV)
DRV · Deutsche Rentenversicherung · Gundula Roßbach
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