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AIG gründet neue Gesellschaften in UK und Luxemburg

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der US-Versicherer AIG will sich Europa im Zuge des Brexit neu aufstellen. Demnach genehmigten die Aufsichtsbehörden die Gründung zweier neuer Versicherungsgesellschaften durch AIG in Großbritannien und Luxemburg. Laut Unternehmen soll das gesamte Bestandsgeschäft noch vor dem EU-Austritt Großbritanniens auf die neuen Gesellschaften übertragen werden.
Mit der Maßnahme soll sichergestellt werden, dass der Versicherungsschutz der Kunden sowohl in Großbritannien als auch in Europa ununterbrochen gewährleistet ist, heißt es bei AIG weiter. Demnach soll das Bestandsversicherungsgeschäfts von AIG Europe Limited auf die neuen Gesellschaften in Großbritannien und Luxemburg übertragen werden.
Zudem werde die derzeit bestehende AIG Europe Limited mit der neu gegründeten luxemburgischen Versicherungsgesellschaft verschmolzen, teilt AIG weiterhin mit. Dazu seien bereits folgende Maßnahmen umgesetzt:
  • Gründung der neuen Versicherungsgesellschaften in Großbritannien (American International Group UK Limited) und in Luxemburg (AIG Europe S.A.) mit den jeweils erforderlichen Konzessionen.
  • Im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und in der Schweiz wurden Zweigniederlassungen der AIG Europe S.A. eingerichtet.
  • Genehmigung des High Court von England und Wales für Übertragung des Versicherungsportfolios gemäß britischem Recht.
Die Neuausrichtung soll nach AIG-Angaben zum 1. Dezember 2018 abgeschlossen sein. "Wir haben bereits frühzeitig Leitlinien für unseren Umgang mit dem Brexit definiert. Unser Hauptaugenmerk lag dabei vor allem darauf, den Übergang für unsere Kunden möglichst störungsfrei zu gestalten. Unsere Lösung zur Neuaufstellung unseres Geschäfts zeichnet sich besonders dadurch aus, dass – unabhängig von den Auswirkungen des Brexits auf die Geschäftstätigkeiten unserer Kunden – deren europäischer Versicherungsschutz 'brexit-sicher' ist. Wir haben in Europa bereits eine Plattform für zukünftiges Neugeschäft sowie die Verlängerung bestehender Verträge errichtet. Durch die Übertragung unseres Bestandsgeschäfts eliminieren wir zudem Unsicherheitsfaktoren, wie etwa von der Entwicklung von Besitzstandsklauseln für bestehende Verträge abhängig zu sein", kommentiert Anthony Baldwin, CEO von AIG Europe Limited, die Entscheidung. (vwh/td)
Bildquelle: AIG
Brexit · AIG Europe
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