Köpfe & Positionen

Ergo: Eine Milliarde Euro für Strategieprogramm

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Ergo befindet sich derzeit mitten im Umbruch. Dabei will der Düsseldorfer Versicherungskonzern "im Zuge unseres Strategieprogramms von 2016 bis 2021 netto eine Mrd. Euro investieren", konstatiert Deutschland-Chef Achim Kassow im Interview mit der Rheinischen Post. Ein Fokus liegt dabei wohl auch auf den neuen Lebensversicherungstarifen.
"Die Lebensversicherung bietet Stabilität und eine langfristge Kalkulationsgrundlage, insbesondere auch als Rentenversicherung. Und die langfristige Bindung hilft einem auch zu einer gewissen Spardisziplin. Natürlich können Sie Vermögensbildung auch über einen Banksparplan betreiben, aber da ist die Rendite derzeit gleich null", betont der Ergo-Manager.
Außerdem seien moderne Lebensversicherungen "individuell gestaltbar. Sie können je nach Risikoneigung beispielsweise mehr oder weniger hohe Aktienanteile vereinbaren. Klar ist aber auch, dass in einer dauerhaften Niedrigzinsphase ein Sicherungsvermögen, as stark auf Anleihen basiert, renditemäßig unter Druck gerät. Moderne Lebensversicherungen haben daher Kombinationsmöglichkeiten von Fonds und Deckungsstock", erläutert Kassow weiter.
Den internen Run-off der Altbestände mit IBM sieht der Deutschland-Chef der Ergo naturgemäß positiv. Dabei gehe es nicht um Glaubwürdigkeit oder die Frage, "bestehende Verpflichtungen gegenüber Kunden nicht zu erfüllen. Das steht außer Frage. Die Diskussion ist vielmehr, auf welchem Weg sich die Herausforderungen der Niedrigzinsphase bestmöglich lösen lassen." Zudem bestehe die Aufgabe eines Versicherers darin, "die Altersvorsorge weiter zukunftsfähig aufzustellen. Deshalb fragen wir uns immer, wie wir effizienter arbeiten können." (vwh/td)
Ergo · Achim Kassow
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