Köpfe & Positionen

Bayerische: "Provisionsdeckel? Nein danke!"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der geplante Provisionsdeckel der Bafin für Unternehmen in der LV stößt weiterhin auf scharfe Kritik. "Ein Provisionsdeckel führt in die falsche Richtung und hilft weder Verbrauchern noch Versicherungsvermittlern. Denn der Vorschlag führt zu einem unnötigen weiteren staatlichen Eingriff in die private Wirtschaft und in die gesetzlich garantierte Gewerbefreiheit", glaubt der Vorstand der Bayerischen.
Außerdem werde "bei dem aktuellen Vorschlag nicht zwischen Altersvorsorge und Biometrielösungen unterschieden. Aber gerade bei Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Kunden umfassend informiert und aufgeklärt werden – von Personen, die dazu ausgebildet sind und Fachwissen mitbringen", konstatieren Vorstandschef Herbert Schneidemann und Vorstand Martin Gräfer in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Vielmehr seien die Provisionen "eine wichtige Einnahmequelle für Versicherungsvermittler. Und allein in den letzten drei Jahren wurde die Höhe des Provisionswertes durch den Eingriff der Regulierung stark reduziert, während gleichzeitig der Aufwand für qualifizierte Beratung erheblich gestiegen ist. Wer solche Forderungen nach Kürzungen von Provisionen aufstellt, sollte sich selbst fragen, ob man selbst auf einen derartigen Gehaltsverzicht bereit wäre", betonen die Vorstandsmanager der Bayerischen weiter.
So handele es sich dabei letztlich "eine Scheindebatte: Denn schon heute haben die Verbraucher die Wahl zwischen Provisionstarifen und Honorartarifen. Wir sollten es den mündigen Kunden überlassen, selbst zu entscheiden." (vwh/td)
Bild: Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender die Bayerische (Quelle: die Bayerische)
die Bayerische · Provisionsdeckelung · Martin Gräfer · Herbert Schneidemann
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