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"Das muss das Boot abkönnen" – das Yacht-Einmaleins

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Wer kennt das Problem nicht, ständig muss an der eigenen 80 Meter Yacht etwas ausgebessert werden, damit man sich im sardischen Hafen nicht blamiert. Doch wann zahlt eigentlich die Versicherung, selbst unter passionierten Bootsbesitzern herrscht darüber oft Unklarheit. Thomas Gibson, Leiter und Prokurist bei Firmenich Yachtversicherungen, klärt auf.
Die zehn verbreitetsten Irrtümer hat Gibson auf der Seite www.yacht.de zusammen- und richtiggestellt (direkter Link zum Beitrag): Die Feste Taxe, in der Regel die pauschale Versicherungssumme, ist nicht immer fest. Zeitweise ist die Taxe zeitlich begrenzt und im Schadenfall wir dann möglicherweise nur der Zeitwert erstattet, anstatt die Taxe, was zu Verlusten führen kann.
Die private Haftpflichtversicherung zahlt in der Regel nicht für Schäden, die aus dem Gebrauch einer Segelyacht mit Hilfsmotor resultieren, eine gesonderte Versicherung ist daher sinnvoll. Zudem wehrt sie ungerechtfertigte Ansprüche Dritter ab.
Apropos Dritte, eine Kaskoversicherung ist beim Boot oft sinnvoll, denn im Wassersport gilt die Verschuldenshaftung. Wenn der schadenverursachende Ditte bei einem Unfall nicht haften muss, bspw. wegen einem technischen Fehler, bleibt muss der Geschädigte den Schaden oft selbst begleichen.
Beim Kauf zusätzliche Ausrüstung, sollte der Gesamtwert der Versicherung im Auge behalten werden, denn durch das neue Material erhöht sich der Wert des Bootes und die Feste Taxe sollte angepasst werden, damit keine Unterversicherung entsteht.

Alte Policen, Fahrlässigkeit und Co.

Bei älteren Policen sollte darauf geachtet werden, dass Nebenkosten wie Bergungs-, Wrackbeseitigungs- und Wrack­entsorgungskosten in ausreichendem Maße mit abgedeckt sind, denn solche Schäden sind sehr kostenintensiv.
Viele Bootsbesitzer glauben, dass die Kasko auch bei grob fahrlässigem Verhalten einspringt, was nicht immer der Fall ist. Lediglich bei neueren Deckungen verzichten die Versicherer bei "kleineren Schäden bis circa 10 000 Euro" meist auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit.
Die Versicherer haben ein Herz für Bootsbesitzer, daher verzichten sie bei vielen unverschuldeten Ereignissen wie Blitzschlag oder Einbruchdiebstahl auf die Selbstbeteiligung. Also sollten alle Schäden gemeldet werden.
Mehr Tipps zum Thema Yachtversicherung finden SIE HIER. (vwh/mv)
Titelbild: Günter Zachritz  / www.pixelio.de / PIXELIO
Bild 1: tokamuwi  / www.pixelio.de / PIXELIO
Bild 2: Heike / www.pixelio.de / PIXELIO
 
 
Schiffsversicherung · Geld · Yacht
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