16.04.2018Unternehmen & Management

Kirchenversicherer nehmen mehr Prämien ein

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Versicherer im Raum der Kirchen (VRK) haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 mit einem leichten Prämienzuwachs beendet. So stiegen gebuchten Bruttobeitragseinnahmen der Unternehmensgruppe stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf 497,8 Mio. Euro. Der Kapitalanlagenbestand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf 4.378,6 Mio. Euro.
Dabei setzen die Versicherer nach eigenen Angaben "ausschließlich in ethisch-nachhaltige Kapitalanlage". So würden unter anderem keine Investitionen mehr in Unternehmen erfolgen, die beim Fördern von Kraftwerkskohle, Ölsand und Ölschiefer beteiligt sind. Zudem würden keine Unternehmen mehr berücksichtigt, die in das Herstellen von genetisch veränderten Pflanzen und Saatgut investieren.
"Damit sind zum Ende des vergangenen Jahres nach unseren Kriterien 97,0 Prozent der direkt für das eigene Versicherungsgeschäft der VRK-Gesellschaften gehaltenen Anlagen in Aktien und Renten eindeutig als nachhaltig klassifiziert worden", kommentiert Jürgen Mathuis, Vorstandssprecher der Versicherer im Raum der Kirchen. Zu den Gesellschaften gehören der VRK Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, die Bruderhilfe Sachversicherung AG, sowie die Familienfürsorge Lebensversicherung AG und die Pax-Familienfürsorge Krankenversicherung AG.
Blickt man hingegen auf die Bilanzen der einzelnen Gesellschaften, sieht das Bild ein wenig anders aus. So verzeichnete die Bruderhilfe Sachversicherung im letzten Jahr ein leichtes Beitragsplus von 2,6 Prozent auf 153,9 Mio. Euro (2016: 150,1 Mio.). Gleichzeitig stieg die Schaden-Kostenquote leicht auf 73,9 Prozent (2016: 72,3 Prozent). Zudem musste der Versicherer 117,1 Mio. Euro (2016: 108,1 Mio.) für Versicherungsleistungen aufwenden. Auch der Vertragsbestand sank 1.040.413 Stück. (2016: 1.046.288). Unter dem Strich stand hingegen ein Gewinn von von 8,2 Mio. Euro (2016: 7,5 Mio.)
Rückläufige Beitragseinnahmen verzeichnete hingegen die Familienfürsorge Lebensversicherung: So gingen diese im abgelaufene Geschäftsjahr 2017 um 2,5 Prozent auf rund 175,3 Mio. Euro (2016: 179,8 Mio.). Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank ebenfalls auf 7,8 Mio. Euro (2016: 8,6 Mio.). Die Zahlungen für Versicherungsfälle und Rückkäufe gingen 169,8 Mio. Euro im Jahr 2016 auf 160,6 Mio. Euro zurück.
Die Pax-Familienfürsorge Krankenversicherung verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 ein deutliches Prämienplus von 4,6 Prozent auf 159,7 Mio. Euro (2016: 152,3 Mio.). Dabei entfiel das Gros der Prämieneinnahmen mit 97,3 Mio. Euro (2016: 96,7 Mio.) auf die Krankheitskostenvollversicherung.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle einschließlich der Regulierungsaufwendungen stiegen zwar gegenüber dem Vorjahr auf 123,2 Mio. Euro (2016: 120,5) Mio. Euro. Die Schadenquote – berechnet nach dem PKV-Kennzahlenkatalog – fiel hingegen von 80,8 Prozent auf 77,9 Prozent. Der Jahresgewinn nach Steuern stieg leicht auf 4,5 Mio. Euro (2016: 4,0 Mio.). (vwh/td)
Bildquelle: Katharina Wieland Mueller / PIXELIO (www.pixelio.de)
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