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Horrorjahr 2017: Swiss Re spricht von höchsten Schäden seit Beginn der Aufzeichnungen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Naturkatastrophen des vergangenen Jahres haben den Versicherern das bislang teuerste Jahr in der Geschichte beschert. So betrug der wirtschaftliche Gesamtschafen durch Natur- und Man-Made-Katastrophen im Jahr 2017 weltweit auf rund 337 Mrd. US-Dollar. Die versicherten Schäden aus Katastrophenereignissen beliefen sich auf 144 Mrd. US-Dollar. Dies geht aus einer neuen Sigma-Studie der Swiss Re hervor. 
Nach Angaben des Schweizer Rückversicherers verursachten allein die Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" einen versicherten Schaden von zusammen 92 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht etwa 0,5 Prozent des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit war 2017 die bislang zweitteuerste Hurrikansaison nach 2005. Davon entfallen laut Swiss Re jeweils 30 Mrd. US-Dollar aus "Harvey" und "Irma" sowie 32 Mrd. US-Dollar auf "Maria". "Nachdem zwölf Jahre lang kein starker Hurrikan in den USA auf Land getroffen war, wird 2017 wohl als eine der bisher teuersten nordatlantischen Hurrikansaisons in die Geschichte eingehen, und zwar hinsichtlich wirtschaftlicher Schäden wie auch versicherter Schäden", erläutert Martin Bertogg, Leiter Catastrophe Perils bei Swiss Re.
"Eine zentrale Erkenntnis, die Versicherer aus der Erfahrung mit den HIM-Hurrikanen mitnehmen: Bei der Modellierung des Hurrikanrisikos muss nicht nur die Stärke einzelner Stürme, sondern auch die Möglichkeit mehrerer Wirbelstürme innerhalb eines Jahres berücksichtigt werden. Das ist besonders aus Sicht des Risikomanagements wichtig, weil es den Versicherern – und letztendlich auch der Gesellschaft als Ganzes – hilft, sich besser auf künftige Ereignisse dieser Art vorbereiten zu können", ergänzt der Experte des Rückversicherers.

Teuerstes Schadenjahr durch Waldbrände

Weiterhin verursachten Waldbrände rund um den Globus einen versicherten Schaden von rund 14 Mrd. US-Dollar. Dies ist laut Sigma-Studie der Swiss Re der bislang höchste Wert für ein einzelnes Jahr. Dabei beziffert der Rückversicherer allein die versicherten Schäden der Waldbrände in Kalifornien im Oktober bzw. Dezember 2017 auf rund 13 Mrd. US-Dollar. Neben den USA verzeichnete die Swiss Re auch verheerende Waldbrände in Kanada und Europa. So schufen Hitze und starke Winde in Portugal die Voraussetzungen für unkontrollierbare Waldbrände. Von Jahresanfang bis Ende Oktober verbrannten 53-mal mehr Hektar Land als im Durchschnitt der vorangegangenen zehn Jahre.
Darüber hinaus sorgten auch Überschwemmungen im vergangenen Jahr für hohe Schäden, konstatiert die Swiss Re. In China trat der Jangtse Fluss nach heftigen Regenfällen über die Ufer und sorgte mit dem anhaltenden Regen für Überflutungen in elf Provinzen. Die Folge: Mehr als 400.000 Häuser standen dadurch unter Wasser. Den wirtschaftliche Schaden schätzt der Rückversicherer auf sechs Mrd. US-Dollar geschätzt. Somit wurden die Überschwemmungen zum teuersten Katastrophenereignis in Asien in 2017, heißt es in der Sigma-Studie weiter. Darüber hinaus sorgten schwere Regenfälle in Indien, Nepal und Bangladesch für hohe Schäden und zahlreiche Todesopfer.
Insgesamt kam es 2017 nach Angaben des Rückversicherers weltweit zu 301 Katastrophenereignissen (2016: 329). Dabei verloren mehr als 11.000 Menschen infolge von Katastrophen ihr Leben oder gelten seither als vermisst, Millionen verloren ihr Obdach. Dabei kamen allein mehr als 8.000 Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben. So forderten ein Erdrutsch und Überschwemmungen in Sierra Leone Mitte August die meisten Opfer. Die Zahl der Todesopfer und Vermissten laut Swiss Re bei 1.141. In Indien, Nepal und Bangladesch starben über 1.000 Menschen durch schwere Monsunregenfälle und Überschwemmungen. (vwh/td)
Bildquelle: Bluemel / PIXELIO (www.pixelio.de)
Swiss Re · Rückversicherer · sigma-Studie · Naturkatastrophen
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