Märkte & Vertrieb

China will seinen Finanzmarkt weiter öffnen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Auf dem Boao-Forum, einem chinesischen Pendant des Davos-Forums, hat Präsident Xi Jinping jüngst die Marktöffnung seines Landes in großem Stil verkündet. Dabei hat er in seiner Eröffnungsrede die Bank- und Versicherungsbranche als erste erwähnt. Wörtlich sagte er, dass die angekündigte Lockerung der Einschränkung des Markteintrittes für ausländische Banken, Versicherer und Wertpapierhändler nun umgesetzt werden solle.
Weiter versprach er, die Öffnung des chinesischen Versicherungsmarktes weiter zu beschleunigen. Bisher müssen ausländische Versicherer, die in China geschäftlich tätig sein wollen, immer ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem chinesischen Partner gründen, anstatt alleiniger Inhaber zu sein. Einzige Ausnahme ist bislang AIG, weil das US-Versicherungsunternehmen bereits in den 1920er-Jahren in Schanghai gegründet wurde.
Die Öffnung der chinesischen Finanzbranche kann als ein weiterer Schritt für die Internationalisierung der chinesischen Währung Yuan bewertet werden. Vor kurzem hat China das Termingeschäft für Ölhandel in chinesischer Währung eingeführt, was die Finanzbranche ebenfalls als weitere Unterstützung des Yuan zu einer Weltwährung interpretiert.
Zugleich verkündet der chinesische Präsident auch die Lockerung vom Markteintritt für Automobile-, Schiffbau- und Flugzeugbauunternehmen aus Übersee. Auf den drohenden Handelskrieg mit den USA hat er gar nicht direkt eingegangen. (hy)
Bild: Finanzviertel in Schanghai (Quelle: hy)
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