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Spahn: Auch Rentner profitieren von Rückkehr zur Parität

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Bundesregierung will 2019 wieder zur paritätischen Finanzierung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zurückkehren. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versicherte gegenüber der Bild, dass auch die Rentner von der Neuregelung profitieren sollen. Im Koalitionsvertrag ist lediglich die Rede davon, dass Arbeitgeber und Beschäftigte ab 2019 den bisherigen Zusatzbeitrag paritätisch finanzieren sollen.
Der Zeitung sagte der Gesundheitsminister: "Wir wollen in diesen guten Zeiten die Bürger entlasten." Die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung gelte dann nicht nur für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sondern auch für Rentner und die Rentenversicherung. Spahn zufolge bedeutet dies für die Arbeitnehmer eine Entlastung von 5,5 Mrd. Euro und für Rentner von 1,4 Mrd. Euro.
Nimmt man den Zusatzbeitrag der Techniker Krankenkasse (TK), die größte GKV-Kasse, von 0,9 Prozent als Maßstab, dann würde je 1.000 Euro Renten-Einkommen im Monat die Entlastung 4,5 Euro betragen. Zur Jahresmitte steht dann die allgemeine Rentenerhöhung an, die laut Bild im Westen um 2,97 Prozent und im Osten um 3,72 Prozent liegen könnte. Konkret wird man dies erst im Frühjahr 2019 wissen. In diesem Jahr steigen die Renten zum 1. Juli um 3,22 Prozent in den alten Bundesländern und um 3,37 Prozent in den neuen Bundesländern.
Von der Rückkehr zur Parität profitieren auch privat versicherte Arbeitnehmer, die von ihrem Arbeitgeber Zuschüsse zur Krankenversicherung erhalten. Wie der PKV-Verband auf Anfrage mitteilte, würde ausgehend vom aktuellen Höchstzuschuss und dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag in der GKV der maximale Arbeitgeberzuschuss von derzeit 323,03 Euro (7,6 Prozent von der aktuell bei 4.425 Euro im Monat liegenden Beitragsbemessungsgrenze) auf 345,16 Euro steigen. (brs)
Bild: Jens Spahn (Quelle: BMG)
GKV · Rentner · Jens Spahn
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