Köpfe & Positionen

Nexible-Chef Pieper: "Wir sind günstiger und kundenorientierter"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Nexible spielt bei den Digitalisierungsplänen der Ergo eine große Rolle. Der Digitalchef Mark Klein plant eine Expansion des Unternehmens, Unternehmenschef Markus Rieß will weitere Produkte über den Digitalversicherer vertreiben. Das wirft Fragen auf, die John-Paul Pieper, Geschäftsführer bei Nexible, beantwortet.
VWheute: Nexible hat vor wenigen Tagen die ersten Geschäftszahlen vorgelegt. Dabei wollen Sie in diesem Jahr noch auf dem Markt in Österreich aktiv werden. Was sind Ihre konkreten Pläne?
John-Paul Pieper: Attraktive Marktbedingungen in Österreich und der gemeinsame EU-Binnenraum bieten gute Grundvoraussetzungen für die erste internationale Expansion von Nexible. Dabei nutzen wir die Erfahrungen, Prozesse und technische Plattform aus Deutschland, um möglichst standardisiert online KFZ-Versicherungen in Österreich zu verkaufen und dem Kunden ein neues, rein digitales Versicherungserlebnis vom Abschluss bis zur Schadenmeldung zu ermöglichen.
VWheute: Stichwort Künstliche Intelligenz: Sie haben angegeben, mittlerweile in verschiedenen Anwendungsbereichen die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz zu nutzen. Bitte beschreiben Sie dies doch einmal etwas konkreter?
John-Paul Pieper: Wir arbeiten aktuell an verschiedenen Anwendungsbereichen. Zum Beispiel sind KI-gestützte Prozesse die Grundlage für unsere maschinelle Erstellung von Reparaturkostenschätzungen. Damit erhält der Kunde sehr schnell ein Angebot, das er sich auszahlen lassen oder mit dem er zu einer Werkstatt gehen kann. Ein anderer Anwendungsbereich betrifft die Kundenkommunikation. Über die Entwicklung einer eigenen Lösung für Alexa-Sprachsteuerung und den Google-Assistant wollen wir häufig gestellte Fragen zu Nexible zunehmend automatisiert beantworten und damit auch testen, ob unsere Kunden diese Servicekanäle bereits gut finden und gerne nutzen. Andere digitale Kommunikationskanäle stehen natürlich ebenfalls im Fokus zur Erprobung von KI-Modellen.
VWheute: Nexible ist bislang nur mit einer eigenen Kfz-Versicherung am Start. Worin soll sich diese denn von anderen Anbietern unterscheiden?
John-Paul Pieper: Wir glauben, dass wir durch die konsequente digitale Ausrichtung nicht nur günstige Preise, sondern vor allem auch ein besseres Kundenerlebnis ermöglichen. Und das von der ersten Preisberechnung auf dem Smartphone, über die einfache und intuitive Änderung von Daten, bis hin zur unkomplizierten Schadenmeldung und –regulierung. Gerade Letzteres wird von unseren Kunden gut angenommen: Bereits mehr als 80 Prozent der Kunden bei Nexible melden ihren Schaden online. Auch auf der IT-Seite sind wir sehr schnell und können so auf Kundenbedürfnisse, sowohl auf Produkt-, wie auch Systemseite in kürzester Zeit reagieren und uns anpassen.
VWheute: Medienberichten zufolge hat Ergo-Vorstandschef Markus Rieß angekündigt, demnächst noch weitere Produkte über Nexible anbieten zu wollen. Bitte konkretisieren Sie diese Pläne.
John-Paul Pieper: Wir wollen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine konkreten Pläne teilen. So viel steht aber fest: Nexible wird bald weitere innovative Produkte für Kunden anbieten. (vwh)
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Tobias Daniel
Bild: John-Paul Pieper (Quelle: Nexible)
Ergo · Insurtech · Nexible · John-Paul Pieper:
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