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DVAG trotz Gegenwind mit Generali-Deal zufrieden

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Gefühlt ist es eine Ewigkeit her, dass der Allfinanzvertrieb DVAG rund 90 Prozent des Außendienstes der Generali übernommen hat. Das hat auf Seiten des Versicherers nicht nur für Freude gesorgt. Die DVAG auf der anderen Seite ist hochzufrieden und spricht von einem "erfolgreichen Verlauf" der Integration.
Der Betriebsrat der Generali war vom Verlust des Außendienstes an die DVAG wenig angetan. Daniel-Christoph Schmidt, stellvertretender Konzernbetriebsrats-Vorsitzender sagte gegenüber VWheute kürzlich: "Als Arbeitnehmervertreter sind wir gegen diesen Schritt der Integration des Exklusivvertriebes Generali in die DVAG gewesen." Für den Allfinanzvertrieb hat er trotzdem ein (kleines) Lob übrig: "Die DVAG und die Aachen Münchener sind ein sehr erfolgreich eingespieltes Team. Aus unserer Sicht hätte sich aber auch die Fortführung und Weiterentwicklung des Exklusivvertriebes Generali gelohnt.
So läuft die Integration
Wie erfolgreich die Integration verläuft, darauf kann und wollte der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende Ulrich Effenberg nicht eingehen: "Da wir als Konzernbetriebsrat die Bedingungen verhandelt haben und wir auf die praktische Umsetzung, insbesondere den Bestandszuordnungen, keinen Einfluss haben, möchten wir die Beurteilung lieber anderen überlassen."
Gut, lassen wir das Unternehmen sprechen, dass es am besten wissen muss, die DVAG. "Die Integration des Exklusiv-Vertriebs der Generali befindet sich in vollem Gange und verläuft ausgesprochen erfolgreich. Aktuell setzt die DVAG ihre ganze Kraft für die Integration der über 2.500 Generali-Vertreter bei ihrem Weg zur DVAG ein. In diesem Zuge gründet die Generali Deutschland eine neue Gesellschaft, die von der DVAG übernommen wird – spiegelbildlich zur erfolgreichen Integration des Ausschließlichkeitsvertriebs der Aachen Münchener in die Allfinanz Deutsche Vermögensberatung AG im Jahr 2008. Endgültige Ergebnisse und Aussagen sind darum erst im Sommer dieses Jahres zu erwarten."
Anders ausgedrückt, Gut Ding will Weile haben. Im Sommer wird VWheute erneut anfragen – und schließlich gibt es auch noch die Geschäftsergebnisse als Maßstab.
Wer sagt, was verkauft wird
Eine andere wichtige Frage ist, in wie weit die DVAG aufgrund ihrer maßgeblichen Vertriebsstellung Einfluss auf die Produktgestaltung der Generali nehmen kann und wird. Hier zeigen sich die Frankfurter Vertriebsprofis zugeknöpfter: "Die Generali und die DVAG arbeiten seit jeher erfolgreich zusammen, auch in Bezug auf die Produktgestaltung. Die noch stärkere Partnerschaft beider Unternehmen bietet für alle Seiten hervorragende Chancen und Perspektiven."
Das ist wohl die höfliche und unverbindliche Art zu sagen, ohne es wirklich zu sagen, dass die DVAG sehr wohl Einfluss auf die Produktgestaltung nehmen wird, was nichts schlechtes sein muss. Denn verkaufen kann die DVAG. (vwh/mv)
Bild: Stephanie Hofschläger / www.pixelio.de / PIXELIO
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