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Talanx erwartet vom Hackathon Impulse fürs Versicherungsgeschäft

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Talanx lädt zum Hack{IT}Over. Vom 27. Bis 29. April bitten die Hannoveraner junge, digitale Köpfe zum Hackathon-Event in die Talanx-Zentrale. Was sich der Versicherer davon verspricht, weiß Peter Klingspor, Leiter Strategie- und Konzernunternehmensentwicklung Talanx und Jurymitglied. VWheute hat zum Gespräch geladen und erfahren, dass eine TV-Größe sprechen wird.
VWheute: Was erwartet die Talanx von ihrem ersten eigenen Hackathon? Talentsichtung, neue Ideen oder etwas Anderes?
 Peter Klingspor: Digitalisierung ist für die Talanx ein enorm wichtiges Thema und für unsere Arbeitnehmer mit vielen spannenden Aufgaben in Bereichen wie Webentwicklung und Information Security verbunden. Dabei nimmt interdisziplinäre, agile Projektarbeit zu – das versinnbildlicht letztlich auch Hack{IT}Over. Im Vordergrund unseres Hackathons steht die gemeinsame Arbeit an innovativen, digitalen Ideen in einem kreativen und inspirierenden Event-Format. Zudem möchten wir Talenten mit IT-Knowhow zeigen, dass ein Versicherer aus Hannover als Arbeitgeber interessante Aufgaben zu allen modernen Fragestellungen bietet. Aus den Lösungen der Teilnehmer auf die drei Challenges aus den Bereichen „Mobilität“, „Spracherkennung“ und „Arbeitswelt der Zukunft“ erwarten wir uns natürlich auch Impulse für unser Versicherungsgeschäft.
 VWheute: In der Vergangenheit haben Versicherer den Teilnehmern eines Hackathons Versicherungsplattform und API-Schnittstellen gewährt, wie handhabt das die Talanx?
 Peter Klingspor: Wir haben mit den Branchengrößen SAP, VW Financial Services und Git Hub und Unternehmen wie beispielsweise Figo, Franke & Bornberg und Precire Technologies sehr namhafte API-Partner gewonnen. Die Lösungen können also mithilfe deren Technologien vor Ort entwickelt werden. Besonders wertvoll für die Teilnehmer: Alle Partner bringen neben den API-Schnittstellen auch Experten mit, die den Teilnehmern während der ganzen Veranstaltung als Sparrings-Partner zur Verfügung stehen. Als Special Guest erwarten wir übrigens noch Frank Thelen. Der Gründer und Investor, bekannt aus der „Höhle der Löwen“, wird auf dem Hackathon als Keynote Speaker auftreten.
VWheute: Warum haben Sie die drei Herausforderungen Mobilität, Arbeitswelt der Zukunft und Spracherkennung gewählt?
Peter Klingspor: Alle drei Themen werden uns zukünftig beschäftigen, denn sie zahlen direkt auf das Kerngeschäft der Talanx-Gruppe ein und sind zugleich sich wandelnden Trends unterworfen. Das Thema "Mobilität" ist für die Kraftfahrt- und Transportversicherungssparte relevant. Ein Aspekt könnte hier "Mobilität und Sicherheit" sein. Zur "Arbeitswelt der Zukunft" erwarten wir digitale Lösungsansätze für ein sich veränderndes Arbeitsumfeld. Gemeinschaftliches, globales Arbeiten oder "Gesundheit und Umwelt" sind zum Beispiel Themenfelder, die bearbeitet werden können. Was "Spracherkennung" angeht: Das Versicherungsgeschäft lebt vom direkten Kontakt zwischen Produktanbieter und Kunde, ganz gleich, an welchem Punkt der Wertschöpfungskette. Hier kann Spracherkennung das Kundenerlebnis verbessern oder die Prozessautomatisierung vorantreiben.
VWheute: In welchem der o.g. Bereiche erwarten Sie den größten Zuspruch der Teilnehmer, wo die innovativsten Ideen und warum?
Peter Klingspor: Vermutlich werden die Challenges "Mobilität" und "Spracherkennung" zunächst den größten Zuspruch erhalten, weil beide Themen sehr griffig sind und sich direkt Anknüpfungspunkte zu einem Versicherungsunternehmen finden lassen. Jedoch haben wir die Challenge „Arbeitswelt der Zukunft“ aus gutem Grund so weit gefasst: Hier können und sollen die Teilnehmer auch Ideen ausarbeiten, die vielleicht nur am Rande – oder auch gar nicht – mit Versicherungsprodukten zu tun haben, und vielmehr die zukünftige Arbeitswelt von uns allen optimieren oder bereichern können. Wir gehen jedenfalls für alle drei Challenges davon aus, dass sehr innovative Ideen entwickelt und umgesetzt werden, und lassen uns hier gern überraschen.
VWheute: Hackathons gehören in der Versicherungswelt mittlerweile dazu. Ein Zeichen des Digitalisierungsdrucks?
Peter Klingspor: Hack{IT}Over sehen wir als eine von vielen Möglichkeiten, um das Thema Digitalisierung in der Talanx-Gruppe weiter voranzutreiben. Dass dies notwendig ist, steht außer Frage. Außerdem sind Hackathons ein wunderbares Format, um digitale Ideen in kurzer Zeit prototypenreif umzusetzen. Wir als Talanx können so "über den Tellerrand blicken" und uns von frischen Ideen inspirieren lassen. Neben den IT-Experten von außen können auch unsere Mitarbeiter teilnehmen, in direkten Austausch mit den externen Profis treten und dieses Erlebnis dann wiederum nach innen tragen. (vwh)
Peter Klingspor ist Leiter Strategie- und Konzernunternehmensentwicklung bei der Talanx und Jurymitglied beim Hack{IT}Over.
Der  Anmeldeschluss der Veranstaltung rückt schnell näher. Anmeldung und Informationen finden SIE HIER.
 
Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz
Bilder: Talanx-Zentrale und Peter Klingspor (Quelle: Talanx)
 
Talanx · Digitalisierung · Hackathon · Peter Klingspor
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