Politik & Regulierung

Eder: "Digitalisierung kostet keinen Job"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Berlins Bürgermeister Michael Müller brachte das bedingungslose Grundeinkommen ins Spiel. Damit sollen Bürger vor den Folgen der Digitalisierung geschützt und ein zweiter Arbeitsmarkt aufgebaut werden, auf dem Langzeitarbeitslose gemeinnützige Aufgaben übernehmen. Jan Eder, IHK Berlin, hält das für diskutabel.
Der Digitalisierungsschutz sei unnötig, die Idee insgesamt allerdings zumindest diskussionswürdig, findet Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der Berliner Industrie- und Handelskammer. In Berlin gingen durch die Digitalisierung keine Jobs verloren, sagt Eder und verweist auf eine IHK-Studie. Die Ängste der Deutschen sind allerdings nicht wegzudiskutieren, das gilt auch und gerade in der Versicherungswirtschaft.
Die Antwort auf solche Sorgen und Probleme seien aber vor allen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, um den Arbeitnehmer "fit für den digitalen Wandel zu machen", erklärt Eder.
Angesprochen auf den Vorschlag Müllers gibt Eder in der TAZ zu bedenken, "das die Frage erlaubt sein muss", ob nicht auch der Langzeitarbeitslose eine "solidarische Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft habe", andersherum wäre dies der Fall. Bei der Schaffung eines zweiten Arbeitsmarktes sei wichtig, das Langzeitarbeitslose "eine reellen Aussicht auf Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt" hätten. Es dürfe nicht sein, dass qualifizierte Arbeitnehmer in den zweiten Arbeitsmarkt, also den Gemeinnützigen, abgedrängt würden.
Zudem müsse sichergestellt sein, dass die gemeinnützig tätigen Arbeitslosen keine Jobs übernehmen würden, die durch privatwirtschaftliche Unternehmen abgedeckt würden. (vwh/mv)
Bild: Agentur für Arbeit (Quelle: Berthold Bronisz / www.pixelio.de / PIXELIO

 
Digitalisierung · IHK · Michael Müller · Jan Eder
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