Märkte & Vertrieb

"Diskussion um Konsolidierung ist nachvollziehbar"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Debatte um eine Fusion der Provinzial-Versicherungen aus Sicht von Anteilseignern nachvollziehbar, glaubt Patric Fedlmeier, CEO der Provinzial Rheinland, in einem Gastbeitrag für die Versicherungswirtschaft. Denn natürlich muss man sich die Frage stellen, ob und wie die Unternehmen die geschilderten Herausforderungen in Zukunft bewältigen können.
Mit ihrer Präsenz in der Fläche und ihrer Einbettung in die Sparkassen-Landschaft sind die öffentlichen Versicherer starke Akteure am Markt, gemeinsam aber vielleicht noch stärker. Das werden die nächsten Jahre zeigen. Die Automatisierung weiterer Geschäftsvorfälle ist deshalb konzernweit in Planung. Unter anderem auch mit Blick auf die vielfältigen Herausforderungen werden die öffentlichen Versicherer seit Jahren von einer Diskussion um eine weitere Konsolidierung begleitet.

Nicht jedes Insurtech ist eine Bedrohung

Trotzdem werden die nächsten Jahre sehr herausfordernd und verlangen nach einer klugen Positionierung. Dazu zwingt vor allem die besondere Dynamik der technologischen Entwicklungen, die sich neue Wettbewerber zunutze machen. Dabei ist nicht jedes neue Insurtech oder Start-up eine Bedrohung für die klassische Versicherungswirtschaft. Aber Aggregatoren wie aktuell schon Check 24 oder künftig vielleicht Amazon könnten langfristig bedrohlich sein.
Denn sie wirken mit ihrem suggestiven Ansatz direkt auf das Verhalten von Menschen. Dieses Bedrohungspotenzial gilt nicht nur, aber besonders auch für öffentliche Versicherer. Denn mit ihrem Angebot von persönlicher Beratung und Betreuung durch Agenturen und Geschäftsstellen stehen vor allem sie im Fokus der Angriffe solcher neuen Wettbewerber.
Dabei sehen wir trotz aller Digitalisierung weiter gute Chancen für unser Geschäftsmodell: Denn dem persönlichen Kontakt zwischen einem Kunden sowie dem Versicherer und seinen Vermittlern wird auch künftig eine wichtige Bedeutung zukommen.

Präsenz in der Fläche ist ebenso wichtig wie eine Investition in die Zukunft

Wir glauben: Der Erhalt von Präsenz in der Fläche ist ebenso eine Investition in die Zukunft wie Investitionen in den Ausbau digitaler Anwendungen. Ein Mensch, der im Schadenfall dem Kunden persönlich zur Seite steht, ist genau so wichtig wie Technologie, die einem Kunden hilft, rasch einen Schaden zu melden. Auch wenn viele Wettbewerber ihre Präsenz in der Fläche verringern, wir werden dort bleiben.
Der Kunde ist König, er ist immer informierter und immer kritischer. Eine verbesserte Erreichbarkeit, die permanente Messung von Kundenzufriedenheit und eine empathische Kundenkommunikation sind deswegen für uns absolut notwendig, um auch künftig erfolgreich zu sein.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.
Autor: Patric Fedlmeier ist seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender der Provinzial Rheinland. (Quelle: Provinzial Rheinland)
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