Märkte & Vertrieb

Verband räumt mit dem Berufsbild des Maklers auf

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der AfW räumt öffentlich mit dem Berufsbild des Versicherungsmaklers auf. "Es herrscht leider in der Breite der Bevölkerung, die Politik eingeschlossen, ein bedauerliches Unwissen über den völlig unterschiedlichen Status von Kolleginnen und Kollegen, die der wichtigen Aufgabe nachgehen, die Deutschen gegen Risiken aller Art abzusichern", konstatiert AfW-Vorstand Matthias Wiegel.
Damit reagiert der Verband auf einen Bericht von VWheute über eine aktuelle Umfrage des GfK Vereins, wonach Versicherungsvertreter bei den Deutschen nur ein geringes Vertrauen genießen würden. Demnach seien die im GfK-Report genannten Versicherungsvertreter rechtlich dem Lager der Versicherer zuzurechnen. Diese "vertreten" quasi als "verlängerter Arm" die "Versicherer", heißt es beim AfW. Machen sie Fehler, seien diese Fehler haftungsrechtlich dem Versicherer zuzurechnen.
Demgegenüber seien die vom Bundesverband Finanzdienstleistung AfW vertretenen "freien Finanzdienstleister und Makler" eben keine Versicherungsvertreter, sondern Vertreter der Interessen ihrer Kunden, in deren Lager sie auch rechtlich stehen, betont der Verband in einer eigens veröffentlichten Klarstellung. Dabei stünden diese dem Kunden gegenüber voll in der Verantwortung und haften auch persönlich für mögliche Fehler.
Dabei würde die klare Abgrenzung zum Versicherungsvertreter dazu beitragen, der Bevölkerung, dem Verbraucherschutz und der Politik möglichst rasch den grundlegenden Unterschied zum freien und unabhängig agierenden Makler deutlich zu machen, betont der Verband weiter. (vwh/td)
Bildquelle: Alexander Klaus / PIXELIO (www.pixelio.de)
GfK · Makler · Vertreter · AfW
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