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Kfz-Geschäft bringt Itzehoer sattes Plus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Itzehoer konnte 2017 in allen Bereichen ein Wachstum erzielen. Das verdankt sie vor allem ihrer Hauptsparte, der Kraftfahrtversicherung. Auch an der Itzehoer Versicherungsgruppe ist das schwache Wachstum in der Versicherungsbranche 2017 nicht spurlos vorbeigegangen. Trotzdem konnte der Konzern mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent beim Bestand und 5,2 Prozent bei den gebuchten Bruttobeiträgen ein deutliches Plus erzielen.
Dabei kam ihr zugute, dass ihr Schwergewicht nach wie vor in der Schaden- und Unfallversicherung liegt. Insbesondere die Kraftfahrtversicherung erwies sich mit einem Bestandswachstum von 4,4 Prozent und einem Zuwachs bei den gebuchten Bruttobeiträgen um 5,7 Prozent auf 328,4 Mio. Euro als Wachstumstreiber bei der Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG.
Die Kraftfahrthaftpflichtversicherung steuerte 45,7 Prozent zu den gebuchten Bruttobeiträgen des Konzerns bei, die Kaskoversicherung 25,6 Prozent. Die Lebensversicherung mit 10,7 Prozent und die Sachversicherung mit 8,9 Prozent folgten mit ziemlichem Abstand.
In Zukunft dürfte auch die Rechtsschutzversicherung eine wichtigere Rolle spielen, da zum 1. Januar die Übernahme des Rechtsschutzgeschäfts der Alten Leipziger wirksam wird. Zu dem von 51.684 auf 53.544 gestiegenen eigenen Bestand mit gebuchten Beiträgen von 9,4 Mio. Euro kommen nun knapp 300.000 weitere Verträge. Das verschafft der Itzehoer nach Angaben von Vorstandschef Uwe Ludka eine Position in den Top20 der Rechtsschutzversicherer.
Diese wolle sie nutzen, um "mit einer breiten Palette weit entwickelter Produkte, etablierten Prozessen und erfahrenem Personal an den Start zu gehen." Auch den 200.000 Kunden der Direktversicherungstochter Admiral Direkt sollen mittelfristig Rechtsschutzversicherungen angeboten werden.
Wie insgesamt in der Branche war das Geschäft der Itzehoer Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft rückläufig. Der Bestand verringerte sich von 3.749 auf 3.261 Verträge, die Versicherungssumme des Neuzugangs ging von 91,9 auf 84,4 Mio Euro zurück. Entsprechend sank der Bestand um 106 auf 70.972 Verträge. Die Gesamtversicherungssumme erhöhte sich dagegen auf 1.353,5 Mio Euro, mit einem Nettoanstieg von 9,8 Mio Euro, die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 1,7 Prozent auf 49,3 Mio. Euro.
Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit habe man die Möglichkeit, so Ludka, einen Überschuss in eine stabile Grundlage für weiteres Wachstum zu investieren. Das hat die Itzehoer Versicherungsgruppe getan, indem sie ihr Eigenkapital um 15,2 Mio. Euro auf 201,8 Mio. aufgestockt und so die Eigenkapitalquote von 42,6 auf jetzt 43,8 Prozent erhöht hat.
Insbesondere die Übernahme des Rechtsschutz-Geschäfts dürfte der Itzehoer für 2018 einen kräftigen Sprung bei den Beitragseinnahmen bescheren – Ludka rechnet hier mit einem Zuwachs um 19 Prozent auf 547,8 Mio. Euro. Auf Wachstumskurs ist auch die Zahl der Mitarbeiter, die sich 2017 von 683 auf 695 Menschen erhöht hat, 452 davon arbeiten in der Zentrale in Itzehoe. Und der Wachstumskurs soll sich auch optisch zeigen, nämlich im Erweiterungsbau der Konzernzentrale, wo bis 2020/21 bis zu 200 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. (sgk)
Bild: Hauptsitz der Itzehoer (Quelle: Itzehoer)
Itzehoer Versicherung · AdmiralDirekt · Uwe Ludka
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