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OVB: Rückläufe bei Vertriebsprovisionen durch LVRG

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Für den Finanzdienstleister OVB hatte das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 durchaus noch ein wenig erfreulicher verlaufen können. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, ging der Gewinn um 2,8 Prozent auf 12,3 Mio. Euro (2016: 12,7 Mio.) zurück. Auch die Gesamtvertriebsprovisionen waren mit einem Minus von 2,8 Prozent auf 225,3 Mio. Euro (2016: 231,8 Mio.) rückläufig. Gravierender ist es auf dem deutschen Markt.
Die Gesamtvertriebsprovisionen auf dem deutschen Markt sanken um 7,5 Prozent auf 59,1 Mio. Euro (2016: 63,1 Mio.). Die Gründe dafür sieht der Finanzdienstleister nach eigenen Angaben vor allem in den Auswirkungen des Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG).
Wesentlich geringer fiel Rückgang hingegen in Süd- und Westeuropa mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 57,2 Mio. (2016: 58,2 Mio.) aus. Weitgehend auf Vorjahresniveau blieben hingegen die Provisionseinnahmen in Mittel- und Osteuropa mit einem leichten Minus von 0,6 Prozent 109,0 Mio. Euro (2016: 109,7 Mio.)
Erfreulicher entwickelte sich für OVB hingegen lediglich die Zahl der betreuten Kunden, die im Jahresvergleich von 3,27 Millionen auf 3,35 Millionen Kunden gestiegen ist. Dennoch können die Aktionäre des Finanzdienstleisters zufrieden sein, soll die Dividende doch stabil bei 75 Cent pro Aktie liegen.
Dabei setzt OVB-Vorstandschef Mario Freis weiter auf die konzerneigene Strategie "OVB Evolution 2022", deren Fokus vor allem auf den Bereichen Potenzialausschöpfung, Digitalisierung, Modernisierung und Expansion liegen soll. "Im Zuge der im Jahr 2017 verabschiedeten Unternehmensstrategie 'OVB Evolution 2022' investieren wir verstärkt in die Zukunft unserer Finanzvermittler und richten uns europaweit auf die zukünftigen Markterfordernisse aus.
"Mit der Strategie gehen notwendige Investitionen und erhöhte laufende Aufwendungen einher, die temporär das Unternehmensergebnis belasten, uns aber mittelfristig zusätzliche Ertragschancen eröffnen", ergänzt Finanzvorstand Oskar Heitz. Dennoch erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung und ein operatives Ergebnis von 13,0 bis 13,5 Mio. Euro. (vwh/td)
Bild: Mario Freis (Quelle: OVB)
OVB · Mario Freis
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