Märkte & Vertrieb

Versicherungsvertreter genießen wenig Vertrauen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Image des klassischen Versicherungsvertreters scheint bei den Deutschen weiterhin eher schlecht zu sein. Laut einer aktuellen Analyse des GfK Vereins setzen lediglich 23 Prozent der befragten Bundesbürger ihr Vertrauen in einen Vermittler. Zum Vergleich: Bei der letzten Umfrage im Jahr 2016 waren es noch 22 Prozent. Schlechter schneiden nur Politiker mit 14 Prozent ab.
Allerdings sollte fairerweise erwähnt werden, dass der Begriff "Versicherungsvermittler" nicht zwischen Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern unterscheidet, da vielen Verbrauchern der Unterschied zwischen den jeweiligen Vertriebsformen nicht bekannt ist.
Etwas besser im Beliebtheitsranking der Berufsgruppen schnitten hingegen Banker ab, denen laut GfK-Analyse immerhin 40 Prozent der Deutschen ihr Vertrauen entgegen bringen. Knapp dahinter folgen Journalisten mit 38 Prozent, Profisportler mit 37 Prozent und Werbeleute mit 25 Prozent.
Das meiste Vertrauen genießen demgegenüber Feuerwehrleute und Sanitäter mit 96 Prozent sowie Pflegeberufe mit einem Vertrauenswert von 95 Prozent. Auf den weiteren Top-Plätzen finden sich Ärzte, Bus- und Bahnführer sowie Piloten. Damit bleibe die Zustimmung für diese Berufsgruppen weiter unvermindert hoch, konstatiert der GfK Verein weiter.
Deutliche Vertrauenszuwächse in Berufsgruppen konnten die Studienautoren des GfK Vereins zwar nicht verbuchen. In der unteren Hälfte des Rankings zeigen sich aber größere Rückgänge: So verzeichnen Rechtsanwälte ein Minus von minus Prozentpunkten auf 67 Prozent. Im selben Umfang büßen Profisportler und Profifußballer an Zustimmung ein (2016: 42 Prozent; 2018: 37 Prozent).
Um einige Prozentpunkte sinkt auch das Vertrauen in Banker (von 43 auf 40 Prozent) und Pfarrer (von 61 auf 57 Prozent). Dabei gehe das abnehmende Vertrauen in Geistliche einher mit den sinkenden Mitgliederzahlen in den großen Kirchen Deutschland, heißt es weiter.
Im Rahmen des Report "Trust in Professions 2018" hatte der GfK Verein im Herbst 2017 in Deutschland 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt. Zudem wurde die Studie in insgesamt 19 Ländern erhoben. (vwh/td)
Bild: Konstantin Gastmann / PIXELIO (www.pixelio.de)
Grafikquelle: GfK Verein
GfK · Vertreter
Auch interessant
Zurück
28.06.2019VWheute
Bafin verbietet Ergo-Vertreter uner­laubtes Einla­gen­ge­schäft Neuer Ärger für die Ergo - allerdings nur für einen einzelnen Vertreter. Die Bafin hat…
Bafin verbietet Ergo-Vertreter uner­laubtes Einla­gen­ge­schäft
Neuer Ärger für die Ergo - allerdings nur für einen einzelnen Vertreter. Die Bafin hat einem Ergo-Vertreter aus Markredwitz in Oberfranken angeordnet, sein Einlagengeschäft mit Bescheid vom 31. Mai 2019 "sofort …
24.06.2019VWheute
Stadler: "Das typi­sche Vertre­terkli­schee findet man heute kaum mehr" Die Versicherungsbranche ist bekanntlich noch immer eine klassische …
Stadler: "Das typi­sche Vertre­terkli­schee findet man heute kaum mehr"
Die Versicherungsbranche ist bekanntlich noch immer eine klassische Männerdomäne. Dies gilt bislang auch für den Vertrieb. Und dennoch: "Der Vertrieb hat sich längst gewandelt. Das typische Vertreterklischee …
31.05.2019VWheute
"Provi­si­ons­de­ckel führt dazu, dass noch mehr Vermittler ihren Beruf aufgeben" Droht in den kommenden Jahren ein "Vermittlersterben" und wie ist es…
"Provi­si­ons­de­ckel führt dazu, dass noch mehr Vermittler ihren Beruf aufgeben"
Droht in den kommenden Jahren ein "Vermittlersterben" und wie ist es angesichts zunehmender Regulierung und Digitalisierung um die Zukunft des Berufsstandes bestellt? Die Versicherungswirtschaft …
05.04.2019VWheute
Weiler: "Die Versi­che­rungs­auf­sicht muss sich auch digi­ta­li­sieren" Wie sieht für die Versicherungsbranche die ideale Regulierung aus? "Eine gute…
Weiler: "Die Versi­che­rungs­auf­sicht muss sich auch digi­ta­li­sieren"
Wie sieht für die Versicherungsbranche die ideale Regulierung aus? "Eine gute Regulierung ist innovationsfreundlich. Insofern ist es im besten Fall ein guter Dreiklang aus Politik, Verbraucherschutz und …
Weiter