Politik & Regulierung

Shisha-Bar-Sprengmeister müssen lange ins Gefängnis

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Im letzten Jahr brannte und explodierte in Gießen eine Shisha Bar. Ein Mensch wurde schwer, fünf leicht verletzt, ein Schaden von hunderttausend Euro kam noch obendrauf. Der Polizei kam der Fall spanisch vor, sie ermittelte wegen Brandstiftung und Versicherungsbetrug, wie VWheute berichtete. Heute wurde das Urteil gesprochen - das hart ausfiel.
Der Besitzer des Etablissements hatte drei Freunde angestiftet, seine Bar anzuzünden. Diese befand sich im Untergeschoss eines Mehrfamilienhauses, was das Quartett aber in Kauf nahm und motiviert loszündelte. Das Ziel war nicht die Shisha-, sondern die Versicherungskohle - 160.000 Euro für eine offenbar schlecht laufende Bar wollten die Feuerteufel ergaunern.
Bekommen haben sie hohe Haftstrafen: Der Betreiber (22 Jahre) der Shisha-Bar wurde zu siebeneinhalb Jahren, ein vorbestrafter Mittäter zu achteinhalb Jahren und ein dritter Täter zu vier Jahren. Der vierte im Feuerbunde bekam eine Jugendstrafe, meldete die Gießener Allgemeine.
Die Verbrecher hatten noch Glück im Unglück, bei dem Brand retteten sich zwei Täter durch den Sprung aus einem Küchenfenster vor dem Flammentod. Das Wohnhaus ist auch nach einem halben Jahr noch unbewohnbar. Es bleibt zu hoffen, dass die verletzten Bewohner nicht noch auf einem Schaden sitzenbleiben. (vwh/mv)
Link: Versicherungsbetrug durch Explosion in Shisha-Bar? (Tagesreport vom 09.08.2017)
Bild: Shisha (Quelle: Andreas Döbeling / PIXELIO / www.pixelio.de)
Wohngebäudeversicherung · Feuerversicherung · Versicherungsbetrug · Shisha
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