Politik & Regulierung

Rechtsstreit zwischen Axa und Stadt München geht weiter

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Dauerrechtsstreit zwischen der bayerischen Landeshauptstadt München und der Axa Deutschland um die misslungene Sprengung einer Fliegerbombe in Schwabing im Jahr 2012 geht in eine weitere Runde. So erklärten die Richter am Oberlandesgericht München am Donnerstag, dass die Stadt München ihrer Meinung nach nicht für die damals entstandenen Schäden haften müsse.
Vielmehr könne die Axa die entstandenen Kosten vom Freistaat Bayern zurückfordern, hieß es beim OLG München weiter. Damit schlossen sich die Richter dem vorangegangenen Urteil des Landgerichts München an, wonach die Landeshauptstadt der falsche Adressat für mögliche Schadensersatzforderungen sei.
Die Parteien haben nun vier Wochen Zeit, sich dazu zu äußern. Wann ein abschließendes Urteil zu erwarten sei, wollte eine Gerichtssprecherin hingegen Medienberichten zufolge nicht sagen. Die Axa selbst wollte auf Anfrage von VWheute unter Berufung auf das laufende Verfahren keinen Kommentar abgeben.
Der Versicherungskonzern begründete seine Klage damit, dass die Sprengung "grob fehlerhaft durchgeführt worden" sei. So habe es unter anderem nicht dem Stand der Technik entsprochen, Strohballen statt die üblichen Wasser- oder Sandsäcke zur Dämmung zu verwenden, kritisiert die Axa. Zudem müsse die Stadt München für die Kollateralschäden haften, da sie für die öffentliche Sicherheit verantwortlich sei. (vwh/td)
Bildquelle: Axa
Axa Deutschland · Fliegerbombe Schwabing
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