Köpfe & Positionen

Größte Insurtech-Konferenz holt Maschmeyer als Partner

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das erste gemeinsame Interview mit seiner Frau, seine eigene Gründer-Show kurz vor Fernsehstart und nun die Verkündung einer Partnerschaft mit der weltgrößten Insurtech-Konferenz. Die Anfang Oktober in Las Vegas stattfindende "InsureTech Connect (ITC)" soll die Vernetzung von US-amerikanischen und europäischen Investoren, Gründern und Entscheidern der Branche fördern.
Diese Woche gibt Carsten Maschmeyer Einblick sowohl in sein Privatleben als auch in sein Business-Imperium. Gegenüber der Bild verrät seine Frau Veronica Ferres, dass auch er Macken hat. "Das kreative Chaos" nennt sie ihren Mann liebevoll. An Geschäftsideen mangelt es bei Maschmeyer in der Tat nicht.
Der Investor fördert ab Mittwoch in der Sat.1-Show "Start up!" Geschäftsideen junger Erfinder. "So etwas gab es im Fernsehen noch nie zu sehen. Wir suchen aus gut 2:000 Bewerbern das beste Gründertalent Deutschlands. Mit den 14 aussichtsreichen Kandidaten begeben meine Expertenjury und ich uns auf eine achtwöchige Gründerreise. Die Zuschauer können erstmals sehen, wie ein Businessplan entwickelt wird, wie Logos und Firmennamen gefunden werden und wie ein Prototyp entsteht", erklärt der Investor gegenüber Focus Online.
Ein Highlicht der Sendung ist, wenn Maschmeyer zeigt, wie man erfolgreich sein Gehalt aushandelt. "Ich kann mir gut vorstellen, dass an dem Tag, an dem wir das zeigen, einige Personalchefs in Deutschland nervös werden." Mit dem Sieger wird Maschmeyer ein gemeinsames Unternehmen gründen und als Startkapital eine Mio. Euro cash investieren. Dass er mit seinen Investment-Deals fast immer richtig liegt, hat sich herumgesprochen. Auch dass er bei einigen Insurtechs einsteigen könnte, ist kein Geheimnis mehr.
Gegenüber VWheute verrät er, welche Kriterien ein Insurtech erfüllen muss, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen: "Anwendernutzen, starke Technologie, Alleinstellungsmerkmale, Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, Wettbewerbsvorteile. Beeindruckende Beispiele sind hier z.B. Trov für flexible Kurzzeitversicherung, snapsheet für Web- und Appbasiertes Schadensmanagement, Oscar mit einer vollständig digitalen Krankenversicherung oder der digitale Gewerbemakler Embroker", erklärt Maschmeyer.

"Gute Idee bringt nichts, wenn man es nicht verkaufen kann"

Weltweit investiert er in junge Firmen über seine Dachgesellschaft Maschmeyer Group, die aus den drei Unternehmen Seed+Speed Ventures (Berlin, Germany), ALSTIN Capital (Munich, Germany) und MGV Maschmeyer Group Ventures (San Francisco, USA) besteht.
Um den nächsten Durchstarter in der Versicherungswelt frühzeitig zu erkennen, setzt er sein ganzes Netzwerk ein und kooperiert nun mit der größten Insurtech-Konferenz "InsureTech Connect (ITC)". Im Jahr 2016 von Jay Weintraub und Caribou Honig gegründet, zieht das Event inzwischen 6.000 Teilnehmer, und über 200 Speaker an. "Jedes mal als ich an der Konferenz teilnahm, war ich von der Qualität der Vortragenden beeindruckt. Ich konnte bedeutende Kontakte knüpfen und bekam ein besseres Verständis von der Umwälzung in der Versicherungsbranche", betont Maschmeyer. Die Konferenz-Gründer sehen sich mit dem Engagement von Maschmeyer bestätigt, dass die ITC sich zum wichtigsten Branchentreffen etabliert hat. Das Event findet im MGM Grand Hotel in Las Vegas von 2. bis 3. Oktober statt.
Maschmeyer will jungen Gründern vor allem da helfen, wo es am meisten hakt: im Vertrieb. "Die Idee kann noch so gut sein, wenn man das Produkt bzw. den Service nicht verkauft bekommt, hilft das alles nichts, Vertrieb ist von herausragender Bedeutung, gerade bei B2B-Lösungen. In diesem Bereich unterstützen wir unsere Beteiligungen mit unserer Expertise und Erfahrung", erklärt er gegenüber VWheute. (vwh/dg)
Bildquelle: Maschmeyer Group
Maschmeyer · Carsten Maschmeyer
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