Politik & Regulierung

Einbruch oder Betrug: Axa gegen Kioskbesitzer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Der Versicherer soll einen einbruchgeschädigten Kleinladenbesitzer im Hamburger Regen stehen lassen - so der Vorwurf. Bereits zweimal brachen Finstermänner in dessen Kiosk ein und stahlen Bargeld und Briefmarken, der Geschädigte zeigte den Fall bei der Axa an. Der Kölner Versicherer beschuldigte den Kioskbesitzer nun vielmehr des Versicherungsbetruges.
Der Betroffene ist sauer auf den Versicherer und beschwert sich via Bild lautstark: "Ich bleibe auf 13. 000 Euro sitzen. Ich musste mir Geld von meinen Eltern leihen und das Geschäft verkaufen." Angeblich fordert der Versicherer vom Geschädigten, dass er "stimmige Einbruchsspuren" vorlegt, also die Einbrüche beweist, obwohl die Polizei die Fälle beweistechnisch bereits dokumentiert hat.
Laut Informationen des Boulevardblattes machte sich ein "Axa-Versicherungsmakler" unmittelbar nach dem ersten Einbruch ein Bild der Lage und behauptete anschließend, gegen den Kioskbesitzer werde ermittelt. Das sei aber nach Aussagen der Polizei sowie Staatsanwaltschaft nicht korrekt. Mittlerweile hat der Geschädigte, der sein Geschäft schließen musste, gegen die Axa Klage eingereicht.
Da jede Geschichte immer zwei Seiten hat, wurde die Axa von VWheute um ein Statement gebeten, der Konzern wollte sich wegen der laufenden Ermittlungen nicht äußern, der Fall "werde geprüft".
Gerade noch der Held
Gestern gefeiert, heute ausgebuht, nachdem die Axa bei einem großen Rußschaden in Pirmasens vom Geschädigten ausdrücklich gelobt wurde, ist sie im Fall des Hamburger Kioskbesitzers jetzt der böse Versicherer. Die Bild bezeichnet den Fall als "unverschämt" und will dranbleiben, VWheute wird das ebenfalls tun. (vwh/mv)
Bild: Kiosk (Quelle: Rike / www.pixelio.de / PIXELIO)
Axa · Diebstahl · Versicherungsbetrug · Einbruch
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