Politik & Regulierung

Millionenüberschuss für Rentenkasse

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die gesetzliche Rentenversicherung hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 300 Mio. Euro erwirtschaftet. Dies berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Rentenversicherung. Dabei beliefen sich die Einnahmen auf 293,5 Mrd. Euro. Demgegenüber standen Ausgaben von 293,2 Mrd. Euro. Die Nachhaltigkeitsrücklage stieg auf 1,61 Monatsausgaben.
Laut Bericht dürften sich die Beitragseinnahmen auch in diesem Jahr positiv entwickeln. Demnach sei auch 2018 ein Plus in der Rentenversicherung "sehr wahrscheinlich". Dies würde laut Bericht eine weitere Beitragssatzsenkung zu Jahresbeginn 2019 ermöglichen. Derzeit liegt der Rentenbeitragssatz bei 18,6 Prozent.
Damit dürften die Rentenkassen ebenso wie die gesetzlichen Krankenversicherer von der derzeit guten Konjunktur profitieren. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums haben die Krankenkassen im Jahr 2017 einen Überschuss von rund 3,15 Mrd. Euro erzielt. Dieser Überschuss lag damit nahezu doppelt so hoch wie im Vorjahr (2016: 1,62 Mrd. Euro). Die Finanzreserven der Krankenkassen stiegen damit bis Ende 2017 auf rund 19,2 Mrd. Euro.
Den Einnahmen in Höhe von rund 233,72 Mrd. Euro standen nach Ministeriumsangaben Ausgaben von rund 230,56 Mrd. Euro gegenüber. Damit sind die Einnahmen der Krankenkassen um 4,3 Prozent und die Ausgaben insgesamt um 3,5 Prozent gestiegen.
Die sozialen Pflegeversicherung (SPV) hat das Jahr 2017 hingegen mit einem deutlichen Defizit in Höhe von rund von rund 2,4 Mrd. Euro abgeschlossen. Dabei stiegen die Gesamtausgaben um 25 Prozent auf rund 37,2 Mrd. Euro. Die Ursache für den deutlichen Ausgabenanstieg seien vor allem die Leistungsausweitungen der Pflegeversicherung seit Anfang 2017.
"Die Pflegeversicherung ist trotz der steigenden Ausgaben derzeit aufgrund der Rücklagen in einer guten finanziellen Verfassung. Dass die Beitragssätze auch angesichts der deutlichen Ausweitung der Leistungen in den kommenden Jahren stabil bleiben können, spricht für die Stärke unseres Solidarsystems", kommentiert Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, gegenüber der Funke-Mediengruppe. (vwh/td)
Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)
Rentenvesicherung
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