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"Kosteneffizienz ist für Sozialpartnermodell entscheidend"

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Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) soll mit dem neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) künftig auch für kleine und mittelständische Unternehmen weiter attraktiv werden. Welche technischen Voraussetzungen dafür notwendig sind, erläutern Heribert Karch, Geschäftsführer der Metallrente, und Martin Bockelmann, Vorstandvorsitzender bei xbAV, gegenüber VWheute.
Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) kommt Bewegung in die betriebliche Altersversorgung. Was muss die Digitalisierung jetzt leisten?
Martin Bockelmann: Es geht um die Vernetzung und Kommunikation aller Stakeholder genauso wie die Abbildung aller neuen Regelungen und Fördermöglichkeiten. Unser Ziel ist es, allen Beteiligten Altersvorsorge einfach zugänglich zu machen.
Das beinhaltet die Möglichkeit, die neue und alte bAV-Welt in einer Plattform verfügbar zu haben – anbieterübergreifend als Shared Service – die automatisierte und tarifvertragskonforme Abbildung von Versorgungsregelungen, erhöhte Transparenz zu Bearbeitungsständen und die passgenaue und direkte Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Beschäftigte wollen informierte Entscheider über ihre persönliche Versorgungssituation werden. Digitalisierung schafft hierbei völlig neue Möglichkeiten.
Herr Karch, worauf kommt es bei digitalen Lösungen für das Sozialpartnermodell an?
Heribert Karch: Für die Sozialpartner und auch uns als Versorgungswerk MetallRente stehen aus meiner Sicht drei Bedingungen im Vordergrund:
Erstens müssen digitale Systeme die Altersversorgung für die Menschen transparenter und einfacher machen und ihnen lebensbegleitend dabei helfen, Vorsorgeentscheidungen zu treffen. Die Grundlage dafür bilden Schnittstellen zu den Vorsorgeeinrichtungen, damit jeder seine Gesamtversorgung jederzeit prüfen und anpassen kann.
Damit das funktioniert, muss, zweitens, die Datenhoheit in der betrieblichen Altersversorgung beim Arbeitgeber angesiedelt sein, der von jeher der zentrale Akteur der zweiten Säule ist. Er muss entscheiden können, wem er welche Daten zugänglich macht.
Und drittens müssen neue Systeme den Arbeitgeber spürbar entlasten, indem sie ihm die Organisation von Personal- und Geschäftsmanagement- aber auch Beteiligungsprozessen im Unternehmen erlauben.
Kurz: Digitale Systeme für das Sozialpartnermodell müssen die Bedürfnisse von Arbeitnehmern und Arbeitgebern nach Einfachheit, Transparenz und Prozessgestaltung erfüllen.
Wie würde eine Lösung konkret aussehen, die dem Rechnung trägt?
Heribert Karch: Unsere Überlegungen zielen auf eine Plattformlösung mit verschiedenen Portalen für die unterschiedlichen Akteure in der bAV, also für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und den Berater.
Im Zentrum steht ein Administrationsportal für den Arbeitgeber, über das er die bAV für seine Beschäftigten tarifvertragskonform einrichten und effizient selbst verwalten kann. Er kann entscheiden, ob seine Mitarbeiter die Möglichkeit haben, über ihr eigenes Arbeitnehmer-Konto nicht nur Daten einzusehen, sondern bestimmte Änderungen dort selbst vorzunehmen. Ebenso kann er diese Daten für seinen bAV-Berater freigeben und sich wie gewohnt bei der Beratung von ihm unterstützen lassen.
Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass für das Sozialpartnermodell die Kosteneffizienz entscheidend sein wird.
Herr Bockelmann, wie erreichen Sie für Ihre Kunden diese Effizienz?
Martin Bockelmann: Wenn alle bAV-Prozesse automatisiert und standardisiert sind, spart das enorm Zeit und Geld. Das kommt den Beschäftigten zugute.
Zum Standard wird eine bAV-Plattform, wenn sie Schnittstellen zu allen Anbietern hat, skalierbar ist, mobile Anwendungen unterstützt und sich flexibel an neue Anforderungen anpassen lässt.
Kunden sind Einfachheit und Funktionalität gewöhnt – digitale Lösungen und Services entwickeln wir darum konsequent kundenzentriert.
Bildquelle: Bernd Kasper / PIXELIO (www.pixelio.de)
bAV · betriebliche Altersvorsorge · Martin Bockelmann · Heribert Karch
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