Unternehmen & Management

Generali verdient trotz Naturkatastrophen mehr Geld

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Generali hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 trotz Naturkatastrophen einen Nettogewinn von 2,11 Mrd. Euro erzielt. Dies entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,4 Prozent. Die Dividende soll um fünf Cent auf 0,85 Euro je Aktie erhöht werden. Ebenfalls in der Gewinnzone landete auch der liechtensteinische Versicherer Prisma Life.
Schlechter lief es für die Generali wegen der US-Hurrikansaison und der Stürme in Europa vor allem in der Schaden- und Unfallsparte. So verzeichnete der italienische Versicherer lediglich einen Gewinn von 72 Mio. Euro. Die Combined Ratio stieg zudem um 0,5 Prozentpunkte auf 92,8 Prozent. Die Prämieneinnahmen stiegen ebenfalls um 1,7 Prozent auf 20,7 Mrd. Euro. neben den Katastrophenschäden hat sich auch der Verkauf der niederländischen Tochter negativ auf die Geschäfte des vergangenen Jahres ausgewirkt.
Deutlich besser lief das Geschäft jedoch in der Lebensparte, auch dank der Gewinne aus dem Anlagegeschäft am Kapitalmarkt. So stieg der Gewinn in der Lebensparte leicht um 1,8 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro. Die Beitragseinnahmen gingen jedoch im gleichen Zeitraum um ein Prozent auf 47,8 Mrd. Euro zurück.
"Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Marktsituation bestätigen die ausgezeichneten Ergebnisse, die wir heute vorlegen, die Validität und Wirksamkeit unserer strategischen Planung. Wir sind bestens aufgestellt, um alle Ziele, die wir uns 2018 gesetzt haben, zu erreichen. Angesichts dieser Ergebnisse wird das Board of Directors eine Dividende je Aktie von 0,85 Euro vorschlagen, was einem Anstieg um sechs Prozent entspricht (2016: 0,80 Euro)", kommentiert Generali-Vorstandschef Philippe Donnet.
"Wir haben 2017 eine Reihe von wichtigen Projekten umgesetzt, wie z. B. die Einführung der New Asset Management-Strategie, die Rationalisierung der internationalen Präsenz sowie die Transformation unseres Geschäfts in Deutschland. Die genannten Maßnahmen tragen alle zu der allgemeinen Widerstandsfähigkeit unserer Gruppe bei", ergänzt Donnet.

Prisma Life macht fünf Mio. Euro Gewinn

Der liechtensteinische Versicherer Prisma Life hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 ebenfalls in der Gewinnzone abgeschlossen. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, hat der Versicherer im Jahr 2017 nach vorläufigen Zahlen einen Jahresüberschuss von rund fünf Mio. Euro erzielt. Die gebuchten Bruttoprämien lagen mit rund 143,2 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (144 Mio. Euro). Zudem habe Prima Life sein Vergütungsmodell weitestgehend auf ratierliche Provisionen und Honorartarife umgestellt.
"Dieser Überschuss übersteigt die Prognose für 2017 deutlich und gibt uns Sicherheit, dass der Turnaround nachhaltig ist. Jetzt fokussieren wir mit Augenmaß wieder auf neue Produkte, Kooperationen und den Ausbau des Vertriebs", kommentiert Verwaltungsratspräsident Helmut Posch. "Wir orientieren uns an den Prinzipien Partnerschaft, Fairness und Qualität. So schaffen wir die Balance zwischen den Interessen unserer Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeiter sowie dem notwendigen wirtschaftlichen Ergebnis", ergänzt Vorstandchef Holger Beitz. (vwh/td)
Bild: Sitz der Generali in Triest (Quelle: Generali)
Generali · Prisma.Life
Auch interessant
Zurück
30.04.2019VWheute
Traumjob Aufsichtsrat: Ex-Allianz-Chef Diek­mann verdient rund 1,4 Mio. Euro pro Jahr Die Aufsichtsratsvorsitzenden der 30 Dax-Konzerne haben im …
Traumjob Aufsichtsrat: Ex-Allianz-Chef Diek­mann verdient rund 1,4 Mio. Euro pro Jahr
Die Aufsichtsratsvorsitzenden der 30 Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr im Schnitt eine Gesamtvergütung von 424.000 Euro erhalten. Dies entspricht einem Plus von vier Prozent gegenüber dem …
17.04.2019VWheute
Volks­wohl Bund verdient gut dank Alters­vor­sorge und BU Der Volkswohl Bund scheint im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 gut verdient zu haben. So …
Volks­wohl Bund verdient gut dank Alters­vor­sorge und BU
Der Volkswohl Bund scheint im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 gut verdient zu haben. So stiegen die Beitragseinnahmen im letzten Jahr um 2,3 Prozent auf rund 1,5 Mrd. Euro.  Besonders im Neugeschäft verbuchte der …
11.03.2019VWheute
"Assis­tance kann Unter­nehmen genau dort helfen, wo gerade ein großer Wandel statt­findet" Können Versicherer mit Assistance-Leistungen Geld verdiene…
"Assis­tance kann Unter­nehmen genau dort helfen, wo gerade ein großer Wandel statt­findet"
Können Versicherer mit Assistance-Leistungen Geld verdienen? Geht es nach Konrad Bartsch von Axa Assistance Deutschland heißt die Antwort eindeutig: "Ja". VWheute hat exklusiv mit dem…
11.03.2019VWheute
Zurich-Konzern­chef Mario Greco verdient bis zu 13,4 Mio. Franken Ob Erstversicherer, Rückversicherer oder Versicherungsmakler: Je größer das …
Zurich-Konzern­chef Mario Greco verdient bis zu 13,4 Mio. Franken
Ob Erstversicherer, Rückversicherer oder Versicherungsmakler: Je größer das Unternehmen und je höher die Funktion, desto höher das Gehalt. Wie das Schweizer Handelsblatt nun berichtet, machte Zurich-Chef Mario …
Weiter