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Drei von zehn Unfällen passieren ablenkungsbedingt

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
"Konzentriere dich auf die Straße!" Das ist die zentrale Botschaft einer neuen Untersuchung des Allianz Zentrums für Technik (AZT). Die mangelnde Aufmerksamkeit, hervorgerufen durch unterschiedlichste Quellen, ist für 30 Prozent der Unfälle ursächlich. Und es sind nach Aussage der Allianz-Unfallforscher nicht immer das Smartphone oder der Einfluss von Alkohol.
Rund 20 Minuten dauert eine durchschnittliche Autofahrt. Zeit, die viele Fahrer für menschliche Alltagsbedürfnisse nutzen. In der Allianz Umfrage geben 41 Prozent der befragten Autofahrer an, dass sie am Steuer essen, trinken oder rauchen. Jeder Dritte schnallt sich erst nach Fahrtbeginn an oder richtet die Spiegel ein. Stolze 14 Prozent widmen der Kleidung oder dem Make-up Aufmerksamkeit. Das hat Folgen, jeder zehnte Verkehrsunfall ist maßgeblich durch Ablenkung verursacht. In 30 Prozent spielt Ablenkung eine Rolle.
"Wir haben die Unfallraten der Fahrer mit und ohne Ablenkung verglichen und konnten nachweisen, dass auch scheinbar harmlose Aktivitäten im Fahrzeug mit dem Schadengeschehen der Autofahrer korrelieren", sagt Jörg Kubitzki, Unfallforscher am AZT. "Fahrfremde Tätigkeiten während der Fahrt bezahlen sie mit einem höheren Unfallrisiko."

Eltern müssen Vorbild sein

Wenn es um Ablenkung am Steuer geht, sind Erwachsene schlechte Vorbilder für ihre Kinder, erläutert die Studie. Die Kinder würden das Fehlverhalten der Eltern kopieren. "Eltern sollten sich im Klaren sein, dass sie mit ihrem eigenen Verhalten auch das Sicherheitsbewusstsein ihrer Kinder beeinflussen", so Kubitzki.
VWheute hat ergänzend zur Studie mit Johann Gwehenberger, Leiter Unfallforschung im Allianz Zentrum für Technik (AZT), ein tiefes Gespräch über Unfälle, Ursachen und Fahrzeugentwicklung geführt. (vwh/mv)
Bildquelle: Bernd Kasper / PIXELIO www.pixelio.de /
Allianz · Unfall · Kfz-Versicherung · Johann Gwehenberger · Allianz Zentrum für Technik (AZT) · Jörg Kubitzki
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