Märkte & Vertrieb

Axa Art richtet Markenbranding neu aus

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Am Wochenende hat die Kunstmesse Tefaf in Maastricht wieder ihre Pforten für das Fachpublikum geöffnet. Über 280 Händler aus aller Welt präsentieren den Kunstinteressierten Bilder, Skulpturen, Schmuck, Teppiche und Möbel aus aller Welt. Hauptsponsor in diesem Jahr ist erneut die Axa Art. VWheute hat mit CEO Kai Kuklinski gesprochen.
So sieht der Vorstandschef von Axa Art sein Unternehmen derzeit in den Bereichen Museen, Leihverkehr und Privatkunden gut aufgestellt. Dabei hat der Kunstversicherer im vergangenen Jahr wieder ein Prämienwachstum von neun Prozent. Den Umsatz beziffert Axa Art dabei auf rund 196 Mio. Euro.
Allerdings unterzieht sich der Kunstversicherer nun auch einer Neuausrichtung seines Markenbrandings. So gibt es unter der Dachmarke Axa nun den den Zusatz Art & Lifestyle. Dabei soll nicht mehr allein nur bei Versicherungsdeckungen bleiben. Ergänzt werden sollen diese vielmehr durch ein erweitertes Ökosystem aus Services und anderen Lösungsangeboten. Dafür will der Kunstversicherer möglicherweise auch Partnerschaften mit externen oder Axa-Gruppenprovidern eingehen.
Der Fokus liegt nicht mehr allein bei der Kunst, sondern im Privatkundensegment auf Art & Lifestyle. Dies bedeutet, dass Lifestyle Assets wie hochwertige Automobile, Privathäuser und andere hochwertige Besitztümer künftig mit in das Leistungsportfolio mit einbezogen werden.
Auch wenn das Geschäft der Axa Art noch Gewinne abwirft, sieht Kuklinski die künftige Entwicklung des Ratenniveau eher pessimistisch. "Insbesondere im Gesamt-US-Markt war die Schadensituation aufgrund von Naturkatastrophen negativ", betont der Vorstandschef des Kunstversicherers. Generelle Ratenanpassungen wären zwar technisch erforderlich, dürften aber nicht durchgängig durchsetzbar sein. Vielmehr vermutet er eher eine Stabilisierung oder maximal moderate Erhöhung über den Gesamtmarkt.
Keinen Kundenbedarf sieht Kuklinski derzeit mit Blick auf die Deckungserweiterungen für Fälschungen und inkorrekte Attribution sowie zweifelhafte Rechtstitel. Hierfür seien bislang wenige Kunden bereit, die vom einzigen Anbieter Aris geforderten Raten zu bezahlen. Jedoch biete Axa Art eine Deckung in limitierter und gebündelter Form an. Dabei handelt es sich Grunde aber lediglich um eine reine Rechtsschutzdeckung, die den eigentlichen möglichen Restitutionsschaden aber nicht mit einschließt.
Die aggregierte Versicherungssumme der Tefaf Maastricht schätzt Kuklinski derzeit jedenfalls auf derzeit 2,5 bis drei Mrd. Euro. Die Gründe dafür vermutlich in der Tatsache begründet, dass die Tefaf seit 2017 mit zwei Ablegern in New York mit einem anderen Angebotsmix vertreten ist. (cpt)
Bild: Kai Kuklinski (Quelle: Axa Art)
Axa Art · Tefaf
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