Politik & Regulierung

Deloitte rechnet mit steigenden Gesundheitsausgaben

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Die Ausgaben für das Gesundheitswesen werden in den kommenden Jahren angesichts steigender Lebenserwartung und zunehmender Zivilisationskrankheiten weiter steigen, glaubt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. Dabei gehen die Experten davon aus, dass allein die Ausgaben in Westeuropa in den kommenden drei Jahren auf etwa zwei Billionen US-Dollar steigen werden. Ein Mittel zur Kostenreduktion sieht Deloitte vor allem in Smart Health.
"Bis 2021 werden die weltweiten Gesundheitsausgaben pro Jahr um über vier Prozent steigen. Grund dafür ist unter anderem eine steigende Lebenserwartung, die dann bei 74,1 Jahren liegen wird. Der Anteil der Über-65-Jährigen wächst auf global 11,5 Prozent. Zudem spielen - meistens chronische - Zivilisations- und Alterskrankheiten eine zunehmende Rolle: Alle drei Sekunden erkrankt ein Mensch durchschnittlich an Demenz, schon heute kostet die Behandlung der Krankheit und ihrer Folgen weltweit Billionen", kommentiert Sebastian Krolop, Partner und Leiter Life Sciences & Health Care bei Deloitte.
Einen möglichen Lösungsansatz zu einer Kostenreduktion höheren Profitabilität sehen die Experten vor allem in den neuen innovativen Technologien. Diese erlaubten einen Wechsel vom "Reparaturansatz" zu präventiver Versorgung, heißt es bei Deloitte weiter. Basis dafür seien vor allem Big Data und die Fähigkeit, diese Informationen adäquat auszuwerten und zu nutzen. Eine ebenso wichtige Rolle spielen nach Ansicht der Wirtschaftsprüfer auch das Cognitive Computing sowie eine cloudbasierte, interoperable Krankenakten und das Internet der Dinge. Ein patientenzentriertes Gesundheitswesen würde daher maßgeblich von Technologien wie synthetischer Biologie, 3D-Druckern, Nanotechnologie oder Biosensoren profitieren, glauben die Experten von Deloitte. (vwh/td)
Bildquelle: I-vista / PIXELIO (www.pixelio.de)
Gesundheitsausgaben · Deloitte