Märkte & Vertrieb

Arnold: LV soll "echte Lebensrisiken" absichern

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Jörg Arnold ist ein Freund der Rentenversicherung. Weniger gern mag der Vorstandsvorsitzende der Swiss Life Deutschland die Absicherung mit ETF und Risiko-LV. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus erklärt er die Vorteile der Rentenversicherung und warum die klassische Lebensversicherung tot ist.
In den Neunzigern lag "die gesamte Ablaufleistung aus garantiertem Teil plus den erwirtschafteten Überschüssen für eine klassische Lebensversicherung gut doppelt so hoch wie heute", erklärte Arnold. Sein Unternehmen sei "schon vor Jahren" aus der klassischen LV ausgestiegen, das sich das Produkt "nicht mehr rechnet".
Nach Arnolds Ansicht wird die Lebensversicherung allerdings falsch eingeschätzt. Sie sei nicht dafür gedacht, "Kapital in Konkurrenz zu anderen Sparformen anzuhäufen", sondern zur Absicherung "echter Lebensrisiken" wie der Langlebigkeit. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung zahle nur eine private Rentenversicherung zuverlässig eine monatliche Rente, auch wenn man hundert Jahre alt werde.
Keine ETFs, zu wenig BU
Von der von manchen Verbraucherschützern präferierten Absicherung mittels Risiko-LV und ETF hält der Swiss-Life-Mann sehr wenig. Mit einem ETF wäre ein Kunde "ungefiltert allen Kapitalmarktschwankungen" ausgeliefert, um dann wieder das oben bereits thematisierte Problem mit der Langlebigkeit anzusprechen.
Zum Thema BU äußerte sich der Chef von Swiss Life in dem Interview auch, es sei schon "krass", dass die Leute Autos und Hausrat versichern, aber die Absicherung der Arbeitskraft "viel zu häufig" vergessen werde. (vwh/mv)
Bild: Jörg Arnold (Quelle: Swiss Life)
Lebensversicherung · Swiss Life · Jörg Arnold
Auch interessant
Zurück
03.07.2019VWheute
Hanse­Merkur mit neuem Rekord bei Beitrags­ein­nahmen und neuem Aufsichts­rats­chef Die HanseMerkur hat sich 2018 insgesamt gut entwickelt und einige …
Hanse­Merkur mit neuem Rekord bei Beitrags­ein­nahmen und neuem Aufsichts­rats­chef
Die HanseMerkur hat sich 2018 insgesamt gut entwickelt und einige Rekordmarken in der Unternehmensgeschichte gesetzt. So stiegen die Beitragseinnahmen um 4,0 Prozent auf eine neue Rekordmarke von …
31.01.2019VWheute
Insurlab-Germany-Chef Pitzler: "Es geht nicht um Kosmetik, es gibt nach­hal­tige Verän­de­rungen in den Unter­nehmen" Die Brancheninitiativen machen …
Insurlab-Germany-Chef Pitzler: "Es geht nicht um Kosmetik, es gibt nach­hal­tige Verän­de­rungen in den Unter­nehmen"
Die Brancheninitiativen machen nur Sinn, wenn sie von möglichst vielen Marktteilnehmer getragen und aktiv unterstützt werden. Das 2017 ins Leben gerufene Insurlab…
21.01.2019VWheute
BRSG: "Je schneller geschossen wird, desto geringer ist die echte Erfolgs­chance" Heribert Karch sieht im BRSG einen notwendigen Weg, die Chancen für …
BRSG: "Je schneller geschossen wird, desto geringer ist die echte Erfolgs­chance"
Heribert Karch sieht im BRSG einen notwendigen Weg, die Chancen für die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung im Rahmen der jüngeren deutschen Rentenpolitik drastisch zu erhöhen. Das …
17.01.2019VWheute
Bafin-Präsi­dent Hufeld sieht akuten Hand­lungs­be­darf bei Pensi­ons­kassen Für Bafin-Präsident Felix Hufeld sieht in der Niedrigzinsphase …
Bafin-Präsi­dent Hufeld sieht akuten Hand­lungs­be­darf bei Pensi­ons­kassen
Für Bafin-Präsident Felix Hufeld sieht in der Niedrigzinsphase weiterhin ein erhebliches Risiko für die Versicherer und inbesondere die Pensionskassen. So hätten die niedrigen Zinsen den deutschen …
Weiter