Köpfe & Positionen

Spahn: "Brauchen Wettbewerb im Gesundheitswesen"

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Er ist der Mann der Stunde in der Politik: Jens Spahn (CDU). Über keinen Politiker wird derzeit so viel geschrieben wie über ihn. Ironischerweise entscheiden am Wochenende ausgerechnet SPD-Mitglieder, ob er Gesundheitsminister wird. Votieren die Genossen gegen die Groko, fällt auch Spahn. Im Interview gibt er sich selbstbewusst und offenbart seine politischen Pläne.
Selbstzweifel sind seine Sache nicht. So erklärte Spahn gegenüber dem Handelsblatt, dass er sich die Aufgabe als Gesundheitsminister zutraue. Er sei dankbar für die Übertragung der Verantwortung und "wolle gestalten". Zudem kenne er sich in der "Gesundheitspolitik gut aus". Das bestätigen ihm auch politische Konkurrenten wie Karl Lauterbach.

Grundlage statt Feuerwerk

Den Koalitionsvertrag sei "kein furioses Feuerwerk an Innovationen", aber eine "gute solide Grundlage", die er umsetzen möchte. Dazu gehören auch eine Ablehnung der Bürgerversicherung und eine Umsetzung der paritätischen Finanzierung in der gesetzlichen Versicherung. Er stehe für "einen Wettbewerb im Gesundheitswesen", mit ihm werde es "keine Einheitsklasse geben". Die Frage der zu langen Wartezeiten von gesetzlich Versicherten möchte er "mit den Ärzten angehen".
Wer nach so vielen wohlüberlegten Statements fürchtet, Spahn habe seinen Biss verloren, der hat sich im Christdemokraten getäuscht. Er wolle "weiterhin seine Meinung sagen".
Eine ausführliche und tiefe Analyse zum wahrscheinlich neuen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) können Sie im SCHLAGLICHT lesen.
Bild: Jens Spahn (Quelle: Jens Spahn)
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