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Anlegerfragebogen im Beratungsprozess der Altersvorsorge

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Das Europäische Institut für Qualitätsmanagement finanzmathematischer Produkte und Verfahren (EI-QFM) hat etwas Neues entwickelt. Nachdem im Jahr 2017 ein Verfahren zur Ermittlung der Risikoneigung veröffentlicht wurde, ist jetzt ein Anlegerfragebogen zur Ermittlung der Angemessenheit und Geeignetheit einer Produktempfehlung in der Altersvorsorgeberatung erschienen. Ein Gastbeitrag.
Ein Gastbeitrag von Ralf Korn, Volker P. Andelfinger, Felix Breuer und der Arbeitsgruppe Beratungsprozesse des EI-QFM.
Im Beratungsgespräch nutzen Vermittler anbieterindividuelle Fragebögen zur Ermittlung von Informationen über benötigte persönliche Daten, Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit Geldanlage und Wertpapiergeschäften sowie über die wirtschaftliche Situation des Kunden. Sie sind die Basis für eine optimale und kompetente Beratung für eine geplante Anlage. Trotz der Pflichtinhalte durch regulatorische Vorgaben ist eine Überfrachtung des Beratungsgesprächs mit den Konsequenzen der mangelnden Aufmerksamkeit und des mangelnden Interesses des Kunden bis hin zum erklärten Verzicht auf Beratung zu vermeiden.
Der EI-QFM-Anlegerfragebogen (im Folgenden "der Fragebogen") wurde deshalb von den Mitgliedern der Fachgruppe Beratungsprozesse des EI-QFM so konzipiert, dass er folgende Punkte in sich vereint:
• ein Höchstmaß an Verständlichkeit für den Kunden mit
• der vollständigen Informationserfassung auf die vorgeschriebenen Fakten
• bei möglichst geringem Zeitaufwand
• und der Ermittlung der Chancen-Risiko-Klasse des Kunden
Er soll ein Bestandteil der Bestandsaufnahme im Rahmen eines Beratungsgesprächs zur Altersvorsorge und Kapitalanlage in Versicherungsanlageprodukten darstellen. Der EI-QFM-Anlegerfragebogen ermöglicht hierbei eine neutrale und unabhängige Ermittlung der Kenntnisse und Risikotragfähigkeit des Kunden und hilft bei der Einschätzung der Angemessenheit und Geeignetheit einer Produktempfehlung.
In der Beratung stehen mit den Hilfsmitteln EI-QFM-Anlegerfragebogen und EI-QFM-Fragebogen zur Ermittlung des Chancen-Risiko-Verhaltens des Kunden neutrale Werkzeuge zur Verfügung, die lückenlos in den individuellen Beratungsprozess integriert werden können, selbstverständlich auch in digitalisierter Form. Das EI-QFM stellt diese Grundlagenarbeit seinen Mitgliedern und dem Markt frei zur Verfügung. Die Ergebnisse sind als Empfehlung und Grundlage gedacht und die Dokumente dürfen nicht als rechtssicher betrachtet werden. Die Vollständigkeit und Rechtssicherheit des EI-QFM-Anlegerfragebogens ist von den Anbietern selbst zu prüfen.
Autoren: Ralf Korn, Volker P. Andelfinger, Felix Breuer und die Arbeitsgruppe Beratungsprozesse des EI-QFM
Das Europäische Institut für Qualitätsmanagement finanzmathematischer Produkte und Verfahren, kurz EI-QFM, ist das erste europäische Institut, das seit 2010 in einer gemeinsamen Anstrengung von Anbieter- und Kundenvertretern unter Einbindung der Wissenschaft an der Erstellung allgemein akzeptierter Regeln für die Finanz- und Versicherungsbranche arbeitet. Die Arbeit des EI-QFM geschieht dabei in Fachgruppen für einzelne Gebiete des Finanz- und Versicherungsmarkts. (vwh)
Bild und Quelle: Ralf Korn
Ralf Korn · Europäische Institut für Qualitätsmanagement · Volker P. Andelfinger · Felix Breuer
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