Köpfe & Positionen

Lauterbach will für Bürgerversicherung Druck machen

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das werden PKV-Enthusiasten nicht gerne lesen. Karl Lauterbach, SPD-Politiker und Bürgerversicherungsenthusiast, will weiter für sein Lieblingsprojekt kämpfen und dafür "Druck über die Öffentlichkeit" machen. Die Bürgerversicherung werde "eine wichtige Rolle" spielen. Für den wohl kommenden Gesundheitsminister Jens Spahn hat er ein paar Tipps.
Lauterbach hält den CDU-Politiker Spahn für "sehr qualifiziert", schätzt "seine Fachkenntnis" und sei "keine schlechte Wahl". Der SPD-Mann glaubt an eine Umsetzung des Koalitionsvertrages, wie er gegenüber der Welt bestätigt: "Den letzten Koalitionsvertrag habe ich mit Jens Spahn verhandelt und ihn dann mit Minister Hermann Gröhe zu 100 Prozent umgesetzt. Diesmal ist es umgekehrt: Ich habe mit Gröhe verhandelt, und es wird mit Spahn umgesetzt - auch zu 100 Prozent."
Angesprochen auf das Ende der Bürgerversicherung wiegelt Lauterbach ab: "Die Bürgerversicherung wird zum Schluss kommen, das ist ganz klar." Er begründet das auch: "Die Menschen, die unter der Zwei-Klassen-Medizin und unter den hohen Beiträgen der Privatversicherungen zu leiden haben, werden dafür sorgen."
Für Spahn, den er zur Ernennung gratulierte, hat er noch einen Rat. In der Gesundheitspolitik käme es auf das Handwerk an, die Gesetze müssten funktionieren. Darauf werde es für den neuen Mann ankommen.
VWheute wird Jens Spahn in dieser Woche ein SCHLAGLICHT widmen.
Bild und Quelle: Karl Lauterbach
Bürgerversicherung · SPD · Karl Lauterbach · Jens Spahn