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Kein Blick in den Gen-Pool für Versicherer

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Versicherer in der Schweiz dürfen keinen Einblick in Gentests nehmen. Ein entsprechender Antrag wurde vom Nationalrat abgeschmettert. Einige Politiker hatten gefordert, dass Versicherer in bereits bestehende Gen-Test-Daten Einblick nehmen dürfen. Weitere Fragen zum Thema Gentest wurden direkt mitentschieden.
Es war ein Sieg auf ganzer Linie für die Gen-Gegner. Versicherungen dürfen keinen Einblick in die Ergebnisse von Gentests nehmen. Mit einer deutlichen Mehrheit von 117 zu 43 Stimmen lehnte der Rat den Vorschlag einer entsprechenden Änderung des Gesetzes ab. Konservative Politiker hatten einen Einblick der Versicherer befürwortet und mit "Informationssymmetrie" begründet – VWheute hatte sich dem Thema ausführlich gewidmet. Die Publikumswerbung für Gentests sei dagegen grundsätzlich zulässig, entschied der Nationalrat, verboten wird sie allerdings für genetische Untersuchungen im medizinischen Bereich.

Situation in Deutschland

Hierzulande ist es Versicherern ebenfalls nicht erlaubt, in die Gene der Versicherten zu blicken, wie der GDV bestätigt: "Die Nutzung von Informationen aus Gentests durch Versicherer ist in § 18 des Gendiagnostikgesetzes (GenDG) geregelt. Ein Versicherer darf danach vom Versicherungsnehmer weder vor noch nach Abschluss des Versicherungsvertrags
1. Die Durchführung genetischer Untersuchungen oder Analysen verlangen oder
2. Die Mitteilung von Ergebnissen oder Daten aus bereits durchgeführten genetischen Untersuchungen oder Analysen verlangen oder solche Ergebnisse oder Daten entgegennehmen oder verwenden." (vwh/mv)
Bild: DNA-Test (Quelle: Sigrid Roßmann / www.pixelio.de / PIXELIO
GDV · Schweiz · Ethik · Gentest
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