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Standard Life verkauft Versicherungsgeschäft an Phoenix

Von VW-RedaktionTagesaktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Versicherungsbranche. Alle Nachrichten des Tagesreports auch als Newsletter abonnierbar.
Das Mrd.-Geschäft ist abgewickelt. Standard Life Aberdeen hat sein Geschäft im Bereich Versicherungen für einen Kaufpreis von 3,24 Mrd. Britische Pfund an den Run-Off-Experten Phoenix Group verkauft. Der Deal wirft einige Fragen auf.
Es ist ein unkonventioneller Schritt, fusionierten Standard Life und Aberdeen Asset Management doch erst im letzten Jahr, um jetzt einen solchen Großverkauf zu tätigen. Auch nach dem Verkauf verbleiben die britischen Retail-Plattformen und das Finanzberatungsgeschäft bei Standard Life Aberdeen.
Der Verkäufer erhält neben 2,28 Mrd. Britische Pfund knapp unter 20 Prozent der Anteile an Phoenix. Laut der UBS wurde der Verkauf unter Marktwert abgewickelt. Die Analysten der Bank rechneten mit einem Betrag von 3,4 Mrd. Britische Pfund und kritisieren den Verlust stabiler Einnahmen.
Es sind trotz des Geldregens keine einfachen Wochen für Standard Life Aberdeen. Vor wenigen Tagen verlor das Unternehmen einen seiner größten und wichtigsten Kunden. Scottish Widows, die Investmentsparte von Lloyd’s, hatte das Kundenmandat nach der Fusion der beiden Unternehmen storniert. Die Begründung des CEOs von Scottish Widows, Antonio Lorenzo, war so einfach wie plausibel: "Die Fusion von Standard Life und Aberdeen führte dazu, dass unsere Mittel nun von einem wesentlichen Konkurrenten verwaltet werden."

Die Gründe für den Verkauf

Standard Life Aberdeen fühlt sich durch den Verkauf trotz des Kundenverlustes gut für die Zukunft aufgestellt. "Mit dieser Transaktion ist unsere Verwandlung in ein Geschäft mit niedrigem Kapitalbedarf abgeschlossen", erklärt Chairman Gerry Grimstone laut der Börsen Zeitung. Zuvor wurde bereits das Kanada-Geschäft und die Standard Bank abgegeben. (vwh/mv)
Phoenix Group · Standard Life · mergers and acquisitions · Standard Life Aberdeen
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